Akustische Bässe
Wer im Sommer am See mit Freunden bassen will und keinen Akku-Verstärker mitschleppen möchte, sucht sich einen akustischen Bass. Einen kleinen Einblick in die Bestsellers dieses Sommers liefert Thomann. Ich habe aus ihrer Bestseller-Liste “Akutische und halbakustische Bässe” die vollakustischen Bässe genommen, die nicht von Harley Benton hergestellt werden und bin zu folgender Zusammenstellung gekommen:
- IBANEZ AEB8EBK (€ 276)
- IBANEZ EWB20WNE-NT (€ 465)
- IBANEZ AEB10ENT (€ 415)
- FENDER BG32 (€ 444)
- TAKAMINE EG512C (€ 565)
- HÖFNER HA-B03 (€ 398)
Interessanterweise empfinden die meisten Kunden, Ibanez würde die Akustikbässe mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis herstellen. Achtung: ich habe Thomann verlinkt, verdiene nichts daran und möchte mit diesen Links auch nicht behaupten, diese Bässe wären dort am günstigsten zu haben - sie liefern einfach die Topseller-Liste. Wer andere, gute Quellen hat, darf sie hier auch gerne anmerken.
Wie seht ihr das? Zufrieden mit eurem Ibanez? Habt ihr ein anderes Modell, das ihr empfehlen könnt oder schleppt ihr sowieso immer den Stromverstärker mit, weil sich ein Akustikbass nicht durchsetzen kann? Antworten in den Kommentaren sie wie immer willkommen.
- How to “Play Bass” mit Markus (10 Kommentare)
Filed Under: Bässe
Tags: Akustikbass, Kauftipp
















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Comments (23)
Gregor Fris
August 9th, 2009 at 20:54
Ibanez Akustikbässe taugen leider gar nichts - da gibts genug billigere und bessere Alternativen, der Cort SJB5 oder der Tanglewood. Ich bin zwar selbst bei Musik Schmidt angestellt aber diesen Artikel finde ich schon etwas heftig. Egal ob man dafür Geld bekommt oder nicht, dies ist eine direkte Werbung sogar mit Preisen… aiaiai wo führ das nur hin… besser man stellt sein auf Arbeit erlangtes Fachwissen im Forum zur Verfügung anstatt hier kostenlos Werbung zu machen
Sam Steiner
August 9th, 2009 at 21:45
@Gregor - liefere doch eine Bestseller-Liste zu den Akustikbässen bei euch. Die Preisangaben dienen dem Leser als Zusatzinfo - stellen somit einen Mehrwert dar. Natürlich hätte jeder Bassverkäufer lieber, würde man zu ihnen linken, das ist klar.
Hingegen finde ich die etwas oberflächliche Aussage “Ibanez Akustikbässe taugen leider gar nichts” nicht sehr aussagekräftig.
Bassnews.de wird immer wieder irgendwo hinlinken - zum Beispiel siehe auch Interviews mit (kleinen) Bassherstellern - jemand kriegt mal einen Link, ein anderer ein anderes Mal.
(Würde den Artikel aber auch gerne mit einer Topseller-Liste von Akustikbässen bei Musik Schmidt ergänzen)
Im Gegensatz zu Bassmagazinen auf Holzbasis schreiben wir nicht nur Testberichte über Produkte von Firmen, die hier (bzw auf http://www.bassic.ch ) werben.
Gregor Fris
August 10th, 2009 at 09:44
Auch eine Bestsellerliste von Musik Schmidt fände ich fehl am Platz. Man kann die Liste on Thomann problemlos verwenden und von der Bestsellerliste eines großes Online-Musikhauses sprechen. Das wäre neutral und würde dem Entsprechen wie man das in Foren als neutrales Mitglied handhabt. Aber halb so wild…
Ibanez Bässe sind nunmal einfach schlecht. Die Teile sehen gut aus und kommen von einer namenhaften Firma und verkaufen sich dadurch wie warme Semmeln an Kunden die keinen Vergleich zu “noname” wagen. Im A/B Vergleich zu nahezu jedem anderen Akustikbass in der jeweiligen Preisklasse stinkt Ibanez aber immer sofort ab, da sie charakterlos klingen und viel zu leise sind.
Jerry
August 10th, 2009 at 13:42
“Ich habe aus ihrer Bestseller-Liste “Akutische und halbakustische Bässe” die vollakustischen Bässe genommen, die nicht von Harley Benton hergestellt werden …”
Wieso hast Du gerade die HBs rausgeschmissen? Weder will ich diese Marke über den grünen Klee loben, noch schlecht machen. Die, die ich habe, taugen aber sehr gut für das wofür ich sie brauche, sonst hätt ich sie zurückgeschickt. Besseres und/oder teureres gibt’s immer. Aber diese “Vorauswahl” scheint mir doch ein wenig willkürlich. Zumindest erschließt sich mir der Grund nicht.
Gruß, Jerry
Sam Steiner
August 10th, 2009 at 14:01
Ich seh schon, die Liste muss ich verteidigen
Natürlich hätte man die Harley Bentons auch drauf nehmen können. Aber da dies eine Hauseigene-Thomann-Budget-Marke ist, also sonst nicht erhältlich, wäre die Liste dann noch mehr Thomann-lastig gewesen. Unter den ersten 10 Bässen in der Thomann-Liste sind 7 Harley Bentons.
Sam Steiner
August 10th, 2009 at 14:03
@Gregor - ja, man hätte den Namen des Musikhauses weglassen können, das stimmt. Werd ich daraus lernen für die Zukunft, danke.
Domi
August 10th, 2009 at 14:30
Ausserdem bietet Ibanez keine Lefthand A-Bässe an.
Den Harley Benton, den ich probegespielt habe klang auf jeden Fall besser und lauter als jeder Ibanez
Lutz Becker
August 11th, 2009 at 12:32
Ich kann Gregor nur recht geben.
Habe den direkten Vergleich Cort gegen Ibanez gemacht. Es gab keine Kategorie, ind der der Cort nicht besser war. Akustischer, sowie verstärkter Sound und Verarbeitung.
Sam Steiner
August 11th, 2009 at 12:50
Cort SJB5? Mit welchem Ibanez verglichen? Preisrahmen?
Clemens
August 11th, 2009 at 20:08
Hab einige Accoustics probiert - lange gesucht, keinen gefunden, der sich ohne Amp gegen Gitte&Stimme durchzusetzen imstande gewesen wäre. Bei einem Launhardt hängen geblieben - mehr wegen der Optik und dem schönen unverstärkten Klang. Ist aber nicht wirklich was für’s Lagerfeuer.
Lutz Becker
August 12th, 2009 at 07:04
@ Sam: Welcher Ibanez es genau war, kann ich nicht mehr sagen. Hatte damals mehrere Bässe Kategorie 400 - 600 € angetestet. Kam nix an die Corts ran
ingo wille
August 12th, 2009 at 13:52
scleichwerbung hin oder her, welchen a.bass soll ich mir den nun holen bzw. blind bestellen.vom bauch heraus geht mir der dean nahe, was ist damit?
ingo wille
August 12th, 2009 at 13:53
h
BeastyBasti
August 15th, 2009 at 14:00
Also ich hab nix gegen ‘ne Preisliste. Im Gegenteil, finde ich zur groben Orientierung sogar ganz gut.
Einen guten Akustikbass der sich gegen Stimme und Gitarre durchsetzen kann, suche ich ebenfalls seit längerem vergeblich. Ich hab auch keine Lust immer leise vor mich hinzubassen und schleppe zu Akkustikjams dann doch meistens lieber den guten alten Basskik von Hughes&Kettner mit. So hab ich wenigstens immer gleich ‘ne Sitzgelegenheit dabei. Leider wiegt das ding ‘ne Tonne uns leider gibt es am Deich keinen Strom…
Hardo
August 17th, 2009 at 09:07
Hallo zusammen,
ich habe im Lauf der letzten Jahre etliche Akustikbässe in der Hand gehabt, von günstig bis teuer. Auch habe ich mit einige Jahre in einer unplugged-Band gespielt.
Das Resumee gleich zu Beginn:
Es ist tatsächlich so, dass Akustikbässe große Nachteile beim gemeinsamen Musizieren mit anderen Gattungen haben.
Unverstärkt “am Lagerfeuer”:
Man hört sich nur sehr schlecht bis gar nicht.
Logo, erstens ist das unser Gehör auf die menschliche Stimmlage ausgerichtet, d.h. von Natur aus können wir z.B. Stimmen und Gitarren einfach besser wahrnehmen, der Bass geht unter.
Zweitens ist man meist der einzige unter einigen/etlichen anderen, der diese Tonlage bedient - das bedeutet, die, die man ohnehin schon besser wahrnimmt, sind auch noch in der Überzahl.
Drittens ist man als ‘the player’ unglücklicherweise auch noch derjenige, der sich/den Bass am schlechtesten hört, da man ja quasi “hinter” dem Teil sitzt, welches ja nach vorne abstrahlt. Und natürlich finden alle anderen den Bass laut genaug, weil sie ja angestrahlt werden…
Verstärkt “on Stage”:
hier kommt es sehr schnell zu Rückkoppelungen, auch mit Schallochdeckel
Bis hierher macht es eigentlich überhaupt keinen Sinn, dass diese Teile existieren, right? -Right.
Weshalb also doch…?
Nun, für mich persönlich war es -abgesehen von aller Liebhaberei- praktisch beim Raushören von Coversongs. Kein Kabel, kein Amp, einfach schnappen und loslegen. Gleiches gilt für Unterricht - dann muss nur der Schüler sein Teil anschließen. Außerdem schmückt sowas die Wohnung gar sehr….
Möchte jemand dennoch am Lagerfeuer oder auf sonstigen Feier mitspielen, empfehle ich, einen klitzekleinen Übungsamp mitzunehmen und sich leise damit selbst anfönen.
Ich selbst bin in meiner Band damals sehr schnell zum E-Bass zurück gekehrt, weil es noch keine 5-saiter gab (spiele ich ausschließlich).
Es gibt noch eine Alternative für Live-Situationen:
Moderne Semiakustik-Bässe, z.B. von Washburn, Yamaha, Ibanez.
Selbst spiele ich einen Washburn AB-95 (5saiter).
Die Teile koppeln nicht (die Eigenschwingung der Decke wird unterbunden), haben ein super Optik, die ins Bild einer Akustikband passt und sind sehr flexibel in der Soundfindung.
Der Washburn im Speziellen hat einen bestmöglich bespielbaren, flachen Hals.
Bewusst schreibe ich oben ‘modern’, weil ich nicht beurteilen kann, wie das mit den Semis aus Papas Zeiten ist - gerade was Rückkoppelungen und Bespielbarkeit angeht.
Äh, um Diskussionen wie oben vorzubeugen:
bei den Semiacousics habe ich lediglich Erfahrungen mit dem Washburn, deshalb spreche ich nur über dieses Modell. Wie schon erwähnt, gibt es noch etliche andere Hersteller, deren Produkte sicher auch zu befriedigenden Ergebnissen führen können.
So, jetzt habe ich mich doch tatsächlich sehr kurz gefasst (grins), ihr könnt wieder aufwachen, hihi….
Grüßle
:o)
Ralf Gauck
August 18th, 2009 at 06:34
Hallo zusammen!
Für mich gibt es zwei Punkte, die ich nicht nachvollziehen kann.
Zum einen, kann man nicht erwarten, sich ein Instrument für 500 - 600 € zu kaufen und die Ansprüche befriedigt zu bekommen, die man bei einem akustischen Kontrabass einer Preisklasse von 8000 € hört. Es klingt für mich in den meisten Beiträgen mit, dass die meisten vom E-Bass kommen und nun einen A-Bass wollen, der aber immer am Klangverhalten des E-Basses verglichen wird. Dies ist falsch und wird so nicht funktionieren. Ein akustisches Instrument braucht zur Tonentfaltung eine gewisse Qualität, die man in der oben beschreibenen Preisklasse nicht finden wird - das geht nicht. Wer sich einen akustischen Bass kaufen möchte, sollte sich genau fragen warum und wofür. Dies beinhaltet, dass man sich mit einem solchen Instrument genau befassen muss. Denn dies ist ein eigenständiges Instrument, das man entsprechend behandeln sollte. Schon alleine aus physikalisch akustischen Gründen ist das Handling ein anderes als beim E-Bass.
Zum anderen höre ich immer wieder die Aussage, dass der A-Bass im Zusammenspiel mit anderen Instrumenten zu leise sei. Dies ist ein falscher Ansatz. Nicht der Bass ist zu leise, sondern die anderen Instrumente zu laut. Wer von euch arbeitet mit anderen Musikern zusammen, die wirklich vom akusitschen Instrument kommen? Diese Musiker wissen, wie man ein akustisches Instrument so spielt, dass ein Maximum an Tonbildung entsteht. Damit weiß man auch, dass zum Beispiel eine akustische Gitarre besser klingt, wenn die Anschlagsdynamik begrenzt ist. auf diese Weise lässt man dem Bass auch seine eigene akustische Entfaltungsmöglichkeit. Ich habe schon Konzerte mit einem Schlagzeuger zusammen gespielt, der so leise gespielt hat, dass ich meinen Stoll Akusitkbass ohne Monitor oder Verstärker direkt in die PA gespielt habe. Es hat trotzdem gegroovt wie die Sau, ich hatte keine Blasen an den Fingern und einen riesigen Spaßfaktor dabei. Ganz abgesehen davon, dass man nach einem solchen Konzert sehr entspannt von der Bühne geht, da die geringe Lautstärke weniger Körperenergie beansprucht.
Also das nächste mal, wenn ihr euch einen A-Bass zulegen wollt, empfehle ich euch, etwas tiefer in den Geldbeutel zu greifen, euch mit Tonbildung eines akustischen Instrumentes auseinander zu setzen und euch Musiker zu suchen, die tollerant sind MIT euch zu spielen und nicht GEGEN euch. Weniger ist mehr und leiser ist dem Fall eben lauter.
Herzliche Grüße
Ralf Gauck
Stiffler´s Mom
August 18th, 2009 at 13:44
Hi @all
Ich glaube, wenn man sich in der Preisklasse umsieht, ist jedem klar, daß man nicht das gleiche erwarten kann, wie von einem deutlich höherpreisigem Instrument.
ich selbst schaue mich auch nach einem A-Bass um, und dieser wird am Ende auch in diesem Preissegment liegen, da ich erstens kein Profi bin, und kein edles Intrument in meinen Händen unangebracht wäre,
zweitens nicht mal eben ein Jahreseinkommen für einen Bass hinblättern kann,
drittens ein 8000€ Bass an einem Lagerfeuer in der Nähe von stark alkoholisierten Menschen meine Meinung nach nichts zu suchen hat.
Irgendwie hat für mich überhaupt kein Bass etwas am Lagerfeuer zu suchen.
Bei mir liegt der Bedarf eher darin, einen Bass greifbar zu haben, wenn ich eine Idee habe, ein geiler Lauf im Radio kommt, den man nachspielen will, oder ähnliches.
Mit einem E-Bass heißt das immer, Bass nehmen, Verbindung mit herstellen, Kopfhörer anschließen, um die Nachbarn zu schonen, die Kabel so verlegen, daß man nicht drauftritt, es nicht an den Saiten aufliegt, nicht würgt etc.
Meistens ist der helle Moment da schon vorbei, oder der Song im Radio.
Jerry
August 18th, 2009 at 20:06
Hallo Ralf,
Du hast natürlich vollkommen recht!! Sehr guter Beitrag.
Es gibt nur eben im Amateur-Bereich noch eine ganz andere Seite. Das geht in die Richtung, die Stiffler’s Mom beschrieben hat. Und ich gehe jetzt mal von mir aus, weil ich mir nicht anmaßen will, für andere zu sprechen ;-).
Eine große Ausgabe ist für einen A-Baß nicht drin gewesen, trotzdem wollte ich mir den Spaß, bei manchen Gelegenheiten ganz ohne Strom und Kabel einem Baß Töne entlocken zu können, halt nicht nehmen lassen. Es ist was billiges geworden, womit ich im Rahmen des Budgets und dessen, was ich damit vor habe, sehr zufrieden bin. Ist doch auch schön
Es kommt gerade bei einem akustischen Intrument ganz stark auf die Ansprüche an, und daß die bei Dir um Welten anders liegen als z.B. bei mir, liegt einfach in der Anwendung.
Gruß, Jerry
mark
August 22nd, 2009 at 16:21
wie siehts aus mit dem FENDER VICTOR BAILEY ???
masterbass
September 4th, 2009 at 20:56
Zum Ibanez sei vielleicht noch zu sagen, dass es bei den Bässen ähnlich wie bei den Gitarren ist. Es gibt Akustikgitarren/Bässe, die haben einen schönen Klang, solange sie nicht verstärkt werden und es gibt solche, die sind eigentlich nur für die Abnahme gemacht. UND speziell der Inanez Bass Nr.2 ist genau dafür gemacht. Der soll abgenommen richtig gut klingen, genau wie die Gitarren aus der Serie. UND genau das! tut er. Für´s Lagerfeuer ist er definitiv nicht gedacht. Außerdem brennt er nicht lange genug ;-))
ela
September 25th, 2009 at 15:40
ich mag akustische gitarren und ihre klänge. sie sind einfach der hammer!
Alex
November 18th, 2009 at 12:01
Hi zusammen,
das mit der Tonbildung bei akustischen Instrumenten kann ich nur bestätigen. ! Das führt natürlich zu eibnem weiteren, sehr wichtigen Punkt: Bei einem A-Bass macht sich die Einstellung SEHR viel extremer bemerkbar, als beim E-Bass ! ich wollte meinen Epiphone schon verkaufen, da ich mit dem teil, auch mit der unverstärkten lautstärke, absolut unzufrieden war. Bis dann, eigentlich im Verkaufsgespräch, der Käufer meinte, ob ich nicht mal den Hals ein wenig nachspannen möchte. Was soll ich sagen, seither ist das ein anderes Instrument ! SEHR viel lauter, SEHR viel charaktervoller, einfach klasse !
Soweit meine Erfahrungswerte zu dem Thema
Basskarli
Dezember 8th, 2009 at 10:33
Jemand hat den Victor Bailey von Fender erwähnt.
Weiss nicht wie sich das Ding anfühlt und wie es von nahem tönt.
Aber wie er elektrisch abgenommen tönt kann man auf ein paar Tracks mit Stanley Clarke hören - und ich muss sagen dort tönt er saugeil !
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