Bach auf zwei Bassgitarren

Grzegorz Kosiński spielt “Minuet in D minor BWV 990, Anh. 132 (Johann Sebastian Bach)” gleichzeitig auf zwei Bässen mit der Tapping-Technik. Nicht Mainstream - mal etwas Anderes. Der Pole experimentiert seit einiger Zeit mit Tapping-Techniken auf “multi-saitigen” Bässen und füttert damit sein YouTube-Kanal BassGK.

2011 Vorsätze: Out of the Box
Den ewigen Kritikern (”aber das ist doch kein Bass-Spiel”, “4 Saiten reichen!!”, “zwei Oktaven zu hoch!”) sei freundlich vorgeschlagen, 2011 mal ausserhalb der Kiste zu denken.

Etwas Eigenes kreieren
Nicht Kopieren ist das erklärte Ziel von Grzegorz: “Mein musikalisches Ziel ist eine eigene Art Bass-Spiel zu entwickeln. Ich versuche nicht, andere zu imitieren, sondern meiner Intuition zu vertrauen, indem ich Stile, Genren und Techniken kombiniere.”



Ein paar Bilder:

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Comments (7)

Bronco

Januar 15th, 2011 at 16:39    


Nicht schlecht, aber auch nichts Neues. Stanley Jordan hat das (mit 2 Gitarren) schon in den 80ern gemacht, bei ihm finde ich das auch nochmal spannender:
http://www.youtube.com/watch?v=lQZY87PDsnQ

Aber schöne Bässe hat der Herr Kosinski da. Ich nehme an, das ist ein Conklin und ein Spector?

Jonas

Januar 15th, 2011 at 18:54    


Der Kerl ist der Hammer, ist mir schon vorher über den Weg gelaufen. Der spielt die ganzen klassischen Sachen mit so viel Gefühl, das habe ich so vorher noch nicht auf dem E-Bass gehört!

Cram

Januar 17th, 2011 at 13:15    


es ist sehr beeindruckend, wie er spielt.

was er spielt, kennt man ja nun schon zur genüge.

mich beschleicht immer ein ambivalentes gefühl bei solchen musikalischen beweisführungen.

bist du bassist oder doch eher musiker ohne gravitation für ein bestimmtes instrument? und warum spielst du dann nicht klavier oder harve?

alles was man auf einem einzelnen bass tun kann, empfinde ich noch als eine legitime herausforderung (michael manring (ok, der machts auch manchmal mit zweien), victor wooten, steve bailey, aram bedrosian, stomu takeishi, damian erskine, gary willis, etc.).

in dem moment, wenn ich für die umsetzung zwei oder mehr bässe bräuchte, würde ich mir automatisch die frage stellen, ob ich nicht das falsche instrument für die umsetzung oder mich gewählt habe.

trotzdem bin ich von dem ergebnis hoch beeindruckt - mein anriss greift eher die philosophie hinter dieser auf.

cram

Cram

Januar 17th, 2011 at 13:27    


ja, mann, krass, ich habe mir auch mal die anderen videos angsehen.

HAMMER!

die akuratess und eindringlichkeit eines michael manring ist noch nicht vorhanden, auch nicht die innovationskraft eines aram bedrosian - dennoch kann der mann wirklich etwas und das beeindruckend, für normale “musiker” unerreichbar, gut. trotzdem, “für elise” (und ich liebe das instrument bass über alles) klingt auf einem bass niemals so gut, spannend und eindringlich wie auf einem piano oder im orchester. das ist leider fakt.

insofern sich doch wieder die frage nach dem sinn dieser übung stellt.

und es gibt ja wirklich extreme bassmusik, die auch durch den bass als instrument erst authentisch wird. da ist der bass dann sogar sinn- und stilgebendes element und nicht lediglich ein weiteres vehikel auf dem man es eben auch tun kann.

cya
cram

bassschlumpf

Februar 6th, 2011 at 15:36    


Genial interpretiert und gespielt.
Das klingt auf dem Bass so authentisch, dass es schon fast wieder nicht glaubhaft ist :)
Als ob Bach es nur für diese Spielweise geschrieben hätte.

Großen Respekt für solches Können und Genialität. Auf der anderen Seite deprimiert es mich auch wieder, wenn ich mein eigens Können im Vergleich sehe :(
Kann mich da Cram nur anschließen…

Trotzdem super gemacht. Dickes Lob!

saemikneu

Februar 21st, 2011 at 13:38    


Wow, echt stark!

Wenn euch das gefällt (keine Klassik, nur ein Bass), empfehle ich euch Zander aus Frankreich m Er spielt eigene und Coversongs, arrangiert für einen Bass, meist mit den Fingern gespielt. Klingt wärmer als eine akustische Gitarre.

http://www.youtube.com/user/Zander4724

bass-jedi tyler fox

Mai 28th, 2011 at 12:21    


alter, total langweilig. sorry, hast du bestimmt viel und lange dran geübt - ist aber innovativ wie ein golf IV in silber metallic. das als schubladen-sprengendes experiment zu begreifen und darzustellen ist beinahe frech. die musik ist über jeden zweifel erhaben, die ist alt und bewert wurde schon von vielen instrumentatlisten interpretiert. manche instrumente passen sehr gut andere weniger. sich auf die solidarität einiger bassisten zu verlassen ist schon sehr kalkuliert. hübsche technik, ganz gut koorindiert … sonst aber belanglos, braucht kein mensch. da sind einige deiner wirklich experimentellen sachen wesentlich einnehmender. schade und sorry, aber so höre ich das. tyler

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