Edelböden und Hungerlöhne bei Warwick

Bässe, Verstärker | Autor: Sam Steiner Kommentar hinzufügen

warwick-hungerlohn-zeitungsartikelWer die bekannten Bass-Zeitschriften durchblättert und die Adressangaben bei gefühlten 80% der Werbung genauer anschaut, wird feststellen, dass nicht nur die Marke Warwick in Markneukirchen zu Hause ist. Macht mal den Versuch.

Das Unternehmen Warwick wurde 1982 vom heutigen Geschäftsführer Hans Peter Wilfer gegründet. Es versucht nach aussen hin bei uns ein gutes Image zu pflegen - nicht nur mit den genannten Anzeigen. Auch mit vorbildlicher Solar-Anlage auf dem Dach und Holzabfallheizung (für einen solchen Betrieb natürlich auch kostensparend, wenn man seine Abfälle verheizen kann). Der Showroom ist laut einem Bericht der Zeitung “Vogtland” mit “dem wohl grössten Bubinga-Fussboden der Welt” ausgestattet - daneben arbeiten Mitarbeiter zu Hungerlöhnen. Ein Teil der Belegschaft laut Artikel zu Löhnen von unter 5 Euro pro Stunde.

Gemäss einem im Artikel veröffentlichten E-Mail an einen Bewerber, sind folgende Bedingungen “sicherlich kein Problem” für Arbeitsuchende:

  • Arbeitszeiten Mo-Fr 8:30 bis 19:00
  • Mindestens 2x im Monat samstags 10:00 bis 14:00
  • An 2 Feiertagen wird gearbeitet (Bubinga-Boden wachsen?)
  • Gehalt von EUR 1.100 brutto

Da erwarten wir eine Veränderung der Situation in naher Zukunft - eine solche Geschäftspraxis kann nur eine Weile gut gehen.

Wer den ganzen Artikel lesen möchte, klickt auf das Bild. Ich gebe zu, bisher mit Warwick-Bass über einen Warwick-Amp gespielt zu haben. Eine Tatsache, dass ich mit Bestimmtheit nicht erneuern werde - auch wenn hier bei mir eine gewisse Unzufriedenheit mit dem Material ebenfalls mitspielt.

Ich bin an Insider-Informationen und Erfahrungen aus dem Umfeld der Firma interessiert. Zum Beispiel von ehemaligen Mitarbeitern. Namen werden vertraulich behandelt.

Danke übrigens für die “Zuspielung” dieses Artikels. Man kann sich gerne per Feedback-Formular auf Bassic an mich wenden. Jederzeit auch bezüglich anderen Bass-Firmen - und gerne auch positiv!

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Comments (49)

Jules

November 2nd, 2009 at 13:47    


Nieder mit diesem schleimigen & wiederlichen Zwerg H.P.W. !

:-)

Stuntman

November 2nd, 2009 at 14:41    


kaufmännisch, ist der ansatz von hilfinger verständlich,erstmal den ball flach halten und schon bei der emailvorbesprechung aussieben wer bereit ist überstunden zu machen wenn es nötig ist und wer nicht.der lohn zählt als anfangsoption und wer sich mit der firma identifiziert und leidenschaftlich dabei ist,übersteht die probezeit mit kusshand. so denke ich! so muss die firma warwick um motivierte mitarbeiter zu haben, einen fairen lohn zahlen, der es zulässt sich als mitarbeiter einen warwick bass zu leisten, der umzug sich lohnt und man gut über seine firma spricht.

Gregor Fris

November 2nd, 2009 at 15:22    


diese zustände sind natürlich alles andere als beispielhaft, aber wer sagt uns das die zustände bei fender, oder oder den ganzen fernostfirmen besser sind!? keiner! ich kann mich noch gut an die demonstration vieler chinesen vor der letzten musikmesse erinnern, die die welt über die katastrophalen zustände bei cort aufklären sollte

Dr.Gore

November 3rd, 2009 at 01:12    


Echt traurig.
Wenn Unternehmen in ernsthaft problematische Lage durch günstigere Produkte aus z.B. China geraten kann ich verstehen, dass sie die Löhne einkürzen WENN ihnen keine andere Möglichkeit bleibt. Wass ich allerdings nicht verstehe ist, dass sie sich einen Edelholzangeberboden verlegen lassen und aufgrund der “Wirtschaftlichen Lage” nur Hungerlöhne zahlen können.
Gregor Fris hat natürlich recht. Den Leuten in Asien gehts noch schlechter. Allerdings sind die meißten Europäer die nicht auf billige Produkte verzichten wollen oder können nicht ganz unschuldig. Musikinstrumente sind da sicherlich das kleinste Übel.

Mamba

November 3rd, 2009 at 03:38    


Schade, da gibt es Leute (wie mich z.B.) die bereit sind und natuerlich ueber das noetige Kleingeld verfuegen, etwas mehr fuer ein Instrument zu zahlen das im eigenen Land oder im nahen Ausland produziert wird und dann erfaehrt man sowas…. Ich selbst bespiele zwar kein Warwick-Equipment, aber wer weiss ob andere Firmen nicht genauso agieren….

Bommi64

November 3rd, 2009 at 12:15    


…..wie so vieles in Deutschland.
Don`t forget: Deutschland hat gewählt !

Und zwar extakt diese Verbrecher, die solches Verhalten noch fördern !!!!

2 Wochen nach der Wahl werden die ersten Rufe nach dem totalen Ausstieg der Wirtschaft aus den Sozialsystemen laut…!!

Wie blöde ist der abhängig beschäftigte deutsche Michel eigentlich noch?????

Warwick war nie ein wirkliches Thema für mich…und wirds jetzt erst recht nicht werden !
Aber es betrifft ja nicht nur Warwick und diesen komischen Wilfer…..

Es läuft im Grundsatz falsch, Geld ist zum reinen Selbstzweck geworden.

fuzzo666

November 3rd, 2009 at 15:33    


Auch Warwick wird über kurz oder lang in den fernen Osten abwandern. Deutschland ist für Massenfertigung zu teuer und nicht attraktiv…

Nymi

November 3rd, 2009 at 17:06    


Was Warwick macht, ist eine moderne Form des Feudalismus’, die ich gerne als “Wirtschaftsfeudalismus” bezeichne.

Das Argument, man müsse gegen die billigen Arbeitskräfte in Asien “anstinken”, zieht nicht, weil WW ja auch in Asien fertigen lässt (z.B. die Rockbass-Schiene). Die Instrumente aus den deutschen Werken kosten horrendes Geld und würden sicher bässere Löhne ermöglichen; allerdings scheint H.P.W. selber den Hals nicht vollkriegen zu können. Aber bedenke H.P.W., so manch einer hat sich schon an einem zu großen Brocken bös’ verschluckt.

Seit meinen schlechten Erfahrungen mit dem nicht vorhandenen Kundenservice von Warwick (wahrscheinlich ist Service auch zu teuer…) ist diese Firma ohnehin bei mir untendurch. Wenn ich nochmal solch einen Bass will, dann nehme ich lieber gleich das Original (Spector) oder lasse mir von einer der zahlreichen und hervorragenden kleinen Bassmanufakturen einen Bass bauen.

Nee, Warwick will ich nich’ - Warwick is’ Kacke! ;-)

onurb

November 5th, 2009 at 16:41    


Kundenservice? Dem H.P. sind doch die Kunden wurst! Dieses schleimige Getue nach Aussen….riesiger Showroom, innovativ, Solar, modern und ein Custom Shop Room in New York…jaaa nach aussen hin scheut er keine Kosten. Dafür wütet er drinnen und auch bei den Händlern wie ein Tier!!….aussen hui, innen pfui!
Wenn man als Musikalienhändler mit Warwick arbeiten muss, weil sie einfach zu viele Vertriebsprodukte haben, auf die man nicht verzichten kann, dann weiss man, wovon ich spreche. Kundenservice??? Garantieansprüche? Hilfe? Von wem denn? Dort arbeitet doch keiner mehr, der Ahnung hat. Jeder Neue im Service ist schnell überfordert und kündigt grad wieder!!
Wusstet Ihr, wie die Geschäftsleitung über die dort angestellten Ostdeutschen spricht!!? Sie hassen Ossis! Obwohl nur H.P. und der Sales Manager Europe(vielleicht noch ne handvoll Angestellte) eigentlich aus den alten Bundesländern kommen.
Der gemeine Ossi ist in deren Augen von Geburt aus faul, dumm, alkoholkrank, “gendefekt” (O-Ton) und kann nur Fäkalsprache verstehen! Darum wird auch nur so gesprochen oder “gebrüllt”. Ich habe das miterlebt…sehr peinlich.

Der Bundeshorst sollte wieder hingehen, den Bass zurückgeben und einen Haufen auf den weltgrössten Bubingaboden sch******!
Das würde auch H.P. verstehen….der ganze Rest prallt an ihm ab. Oder hat man auch nur eine Stellungnahme zu der ganzen Katastrophe vernommen…..

SchreinerDavid

November 6th, 2009 at 14:54    


Ich wunder mich über die Endorser…klar viele werdens wahrs. nicht mitbekommen oder sind überglücklich endlich gesponsort zu werden, aber irgendwie/irgendwann wird man das doch mitbekommen wie der Laden läuft, oder?! Ich würde jedenfalls meinen Hut vor denen ziehen, die sich auf Grund so einer Enthüllung für bessere Arbeitsbedingungen für die Mitarbeitern einsetzen würden oder anderenfalls ihr Warwick-Endorsement beenden würden;). Da sollten ein paar angesehene Künstler hergehen und sich gegen diese Chef-Moral aussprechen. Solche Leute wie H.P. werden nur wach wenn die Knete nicht mehr kommt, was anderes habens ja nicht zu verlieren! Gilt aber genauso für alle Anderen der Instrumentenbau-Industrie, sofern sie derartig mit ihren Leuten umgehen. Ich bin jedenfalls froh zu wissen, dass meine Knete einem Meister seines Fachs direkt zukommt:).

Steve

November 11th, 2009 at 09:17    


Vielleicht hatte ich deshalb immer so eine intuitive Abneigung gegen Warwick. Wenn das so stimmt, werden dort Menschen ausgebeutet, daran möchte ich nicht profitieren.
Es gibt deutsche Instrumentenbauer, bei denen es auch anders geht.
Ich werde eine solche Firmenphilosophie nicht durch Produktkäufe unterstützen.
Schade.
Vielleicht ändert sich ja was durch die Presseberichterstattung.

Rafi Kirder

November 12th, 2009 at 09:19    


Warwick, so eine Schweinerei! aber wer günstig produzieren will, geht solche Scheisse eben ein, und Warwick sind bei Gott nicht die einzigen.
Was kann da der Kunde tun? Grossfirmen meiden! Ich spiele nicht nur Lefay Bässe, weil sie absolut geil sind, sonder weil ich ganz genau weiss, wer das Instrument gebaut hat, und wer mein Geld 1:1 dafür kriegt, so einfach ist das. und wirklich viel teurer sind diese INstrumente nicht mal, wenn man mit den High-End Produkten von Warwick vergleicht.
Ihr in Deutschland habt es eh gut, so viele gute Instrumenten Bauer, da fällt einem die Entscheidung nicht grad leicht!
Nieder mit den Grossfirmen, es lebe die Kleinen!!!

BlackT

November 12th, 2009 at 11:02    


Ich freue mich, dass es so viele Leute gibt, die hier sagen, was sie von Warwick halten. Ist es vielleicht nicht an der Zeit unter Musikern das Thema Nachhaltigkeit auführlicher zu diskutieren. Wir sind es schließlich, die die Instrumente und Geräte kaufen, die unter liederlichsten Arbeitsbedingungen in den Sweat-Shops in Asien entstehen. Warum sollte es uns nicht viel besser gelingen als den Modekunden, die Unternehmen zu ethisch und moralisch kommoderem Verhalten anzuhalten? Die Community ist schließlich viel kleiner. Bassisten untereinander sind gut vernetzt (siehe Bassic), bei den Schlagzeugern gibt’s glaub’ ich ähnliche Netze, bei Gitarristen hab ich keine Ahnung, und Keyboarder hocken doch sowieso immer am Rechner, oder nicht?

Was glaubt Ihr, ist ein Netzwerk-abgestimmtes Verhalten in dieser Branche zu realisieren?

Ich würde mich über diesbezügliche Beiträge freuen.

Klaus

November 12th, 2009 at 15:00    


… sicherlich, es mag weitere Firmen geben, die mit ähnlichen Praktiken agieren. Da wäre eine “schwarze Liste” hilfreich. Ich frage mich eh immer wieso es ein Edel-Bass aus Tropenholz sein muss, auf dem man dann vielleicht sogar “Peace & Love” Songs begleitet …

Danke für die Aufklärung, auch wenn in Zeiten von Aldi, Lidl, Geiz ist Geil, etc. meist der eigene Geldbeutel und nicht ein reines Gewissen die Triebfeder ist …

Mir kommt hier natürlich erleichternd dazu, dass ich eh nie ein Fan von Warwick war …

Übrigens, der Durchschnittsendorser bekommt das Zeugs eh nur zum halben Preis … also keinesfalls - wie oft gedacht - umsonst!

Zudem, der Mega Hype um diese Bässe war in den 80ern (als die Warwicks noch als etwas “Besonderes” galten) … inzwischen haben diese Instrumente doch keine Seele mehr …

Fifafutzemann

November 13th, 2009 at 03:42    


Tja die Bude wird immer laufen so lange die Leute noch dort arbeiten wollen und die Musiker dem seine Instrumente kaufen. Es wird immer Leute geben, die dort arbeiten wollen. Also er tut nichts Verbotenes wie es scheint… er ist bloß ein riesen Arschloch.

Stuntman

November 13th, 2009 at 16:10    


ich habe mir die Mühe gemacht mal direkt zu fragen,alles andere ist nicht fair und
kein Grund hier unter Niveau eines Bassisten, Menschen mit AL oder ähnliches zu titulieren.Auch spricht das nicht für das Forum hier.
Also folgendes wurde mir mitgeteilt:
Kundenservice:
dass Wort nimmt Warwick sehr genau,egal wo ein Kunde Probleme hat..Warwick kümmert sich,Kunden die mal Probleme hatten wissen das.
Kampagne:
was soll Warwick dagegen tun,mehr Feuer in die Hass-Kampage giessen,dass fruchtet auch nicht und ist Sinnlos.Die Mitarbeiter von Warwick und Herr Wilfer versuchen einen Straight Job zu machen und er glaubt dieses recht erfolgreich zu tun.Das es leider viele Neider gibt,dass kann Herr Wilfer und somit Warwick nicht ändern.
Herr Wilfer kann nur empfehlen,dass Unternehmen zu besuchen um zu sehen wie gearbeitet wird.Es wird viel und hart gearbeitet.Das erfordert der Wettbewerb und Warwick steht Weltweit im Wettbewerb und könnte nicht so erfolgreich sein, wenn der größte teil der Mitarbeiter nicht mit Herzblut und Liebe im Unternehmen wären, ja der grösste Teil der Mitarbeiter arbeitet verdammt gerne bei Warwick und keiner muss bei Warwick arbeiten.Warwick hat leute aus Frankreich,Westdeutschland einige aus Sachsen und der Rest sind Mitarbeiter aus der Region und keiner würde nach Marktneukirchen ziehen..eine Kleinstadt mit 6000 Einwohnern 5Km vor Tschechien wenn nicht die Mitarbeiter mit Herz dabei wären.———–

“Also wer hier länger scharf schiesst ohne genaue Kenntnis der Vorgänge hat, sollte sich schon zügeln und keine Vorurteile loslassen”.

Gruss
I.W
Stuntman

Nymi

November 15th, 2009 at 11:24    


Ach Stuntman…

Was ist denn das für ein Nonsens? Ist doch klar, dass die bei WW sich selber so sehen (wollen). Hast Du mal mit dem Warwick-Kundenservice zu tun gehabt?

Ich schon - ich weiß, wovon ich rede. Und da ging es nicht um ein Billiginstrument, sondern um ein sündhaft teures Exemplar der Limitid Edition-Serie (einen 91er, um genau zu sein).

Erzähl’ mir nix vom Kundenservice - den gibt es bei WW nicht!

Stuntman

November 15th, 2009 at 16:28    


Guten Tag Nymi,

ich hatte 2 anfragen die schnell und freundlich telefonisch sowie per email beantwortet wurden.der preis eines basses spielte da keine rolle,sollte es auch nicht.-was war denn genau dein problem mit dem nobelbass?- ich besitze 2 warwicks seit langer zeit,tadellos.
des weiteren hatte ich eine idee für den customshop auch diese wurde seriös und aufrichtig behandelt.

luketappe

November 16th, 2009 at 18:58    


…also, zum Kundendienst: Ich habe mal einen trusrod erneuern lassen, der ganz blöd abgerissen war.Ich habe dann mit Versand 130 € gezahlt.Alle angerosteten Hardwarteile wurden ohne daß ich das gesagt habe neu auf hochglanz poliert, das griffbrett neu überschliffen, der ftertless Bass neu eingestellt daß er so richtig schön singt und noch gereinigt. Zustand war danach absolut neuwertig ! Da blieb mir erst mal die Spucke weg. Berechnet wurde nur der Ausbau des abgerissenen und total verklemmten trusrod. Also, das nenne ich schon service, auch wenn ich dem sonstigen gebahren vom w. nicht zustimmen möchte, aber hut ab vor den servicemitarbeitern !

nosound

November 17th, 2009 at 19:43    


Es mag nicht alles löblich sein was in der Branche abgeht, auch nicht bei Warwick. Aber den Artikel da oben finde ich schwachsinnig und nicht weiter diskussionswürdig. Ich bin kein Jurist, aber laut BGB (also nicht Tarifkack, sondern plain BGB) § 3 Abs. 1 BUrlG beträgt der gesetzliche Mindesturlaub 24 Tage. Wenn ein Vertrag mit oben beschriebenen Bedingungen zum Abschluß käme, würde sich Warwick böse ins eigene Knie schießen. Und ich kann nicht glauben dass dieses Unternehmen so diletantisch ist wenn es um Arbeitsverträge geht.

Also ohne aufgedeckte Quellen finde ich das unglaubwürdig.

Katze aus dem Sack, dear Vogtland. Ansonsten könnte man meinen die WW-Konkurenz hätte euch geschmiert…

nosound

P.S: Warwick mag ich trotzdem nicht… :)

herman

November 17th, 2009 at 20:00    


Hallo Bassisten!
Cool down! Das Ganze wird konträr diskutiert, ok. Das ist auch voll in Ordnung. Aber bitte mit ewas mehr Niveau.
Die Wilfers sind selber aus dem Sudetenland - also auch Vertriebene. So wie ich die Gründerfamilie von FRAMUS kenne, dürfte vieles von dem Geschriebenen wohl Mythos sein. Also etwas mehr Information als nur primitive Klopperei..

buzzer

November 17th, 2009 at 20:45    


geht echt gar nicht, warwick sollte sich schämen. Ich kauf mir auf jeden KEINEN Warwick, ebenso geh ich nicht mehr zu Schlecker XL und der Real wird sein GammelFleisch bei mir auch nicht mehr quit :-)…… Ich kann nur jedem empfehlen die Ausbeuter da zu treffen wo es weh tut. Geld! einfach woanders kaufen….!!!

Lukas Lechner

November 17th, 2009 at 20:56    


eine frechheit!

boykott bringt den warwick mitarbeitern leider gar nichts, außer kündigung.

beschwerden dagegen umso mehr!

basswonder

November 17th, 2009 at 22:12    


ach leute,
die geschäftsführung von WW ist doch schon gestraft genug.

Selbst tontechniker verweigern die arbeit!
Original-Ton “nimm das häßliche große W von der Bühne sonst gibts hier keinen Ton für dich” und das durchs micro auf die bühne rufen, das sich der rest der festival-crew rumdreht und in schallendes gelächter ausbricht. Das ist doch strafe genug für Herrn W und C0.

Das Ihm die bässten Leute schon lange weggelaufen sind-jedenfalls alle die ich kenn und die selbständig denken und handeln konnten-weiß doch in der szene auch schon jeder- da muß doch keiner mehr einen zeitungsartikel schreiben und halb deutschland fängt an zu lamentieren– kauf einfach keinen WW - kauft über all aber nicht bei WW - geht nicht zu konzerten von WW-endorsern und die welt ist in ordnung — das macht langfristig viel mehr schaden als hier die zeit zu verschwenden sich auszukotzen– wer details haben will kann mich ja anschreiben — ich kenn ne menge außendienstler die lange für Herrn W gearbeitet haben — die lassen kein gutes haar an dieser firma- sicher die produktions-mitarbeiter können nix dafür - doch wer will findet auch einen anderen job in der branche es werden genug gute instrumente gebraucht die auch von anderen firmen hergestellt werden und die qualität ist 1000 mal besser als das große W.. ich sag nur “Maruszyk” - da kriegste gute instrumente die locker nem vergleich mit “Musicman” mithalten können für ein drittel des preises…und die werden in europa gefertigt von handwerksmeistern verschiedenster coleur und die sind spielbar- so gut das du selbst einen edelbass an der wand hängen lässt… es gibt genug alternativen zum großen W - ich habe seit 2001 keinen Warwick mehr in der hand gehabt und habe es bis heute nicht bereut- egal ob kampagne oder nicht - das gehört nicht auf die bühne, es sei denn du spielst in einer schülerband!! Bässte Grüße aus U.S.A

dat Basswonder ( und ich habe nix mit den im artikel genannten firmen zu tun!! )

moewenpigg

November 18th, 2009 at 00:14    


Ich kann in vielen Dingen nur zustimmen. Ich habe mich vor gut 2 Jahren mit Wilfer und seinem Adlatus Thorsten X. unterhalten. Er hatte mich als Verkaufsleiter für das deutschsprachige Ausland angeworben und wollte mir lediglich einen Telefon-Verkaufs-Job für Rockbag etc. aufs Auge drücken. Bezahlung unter aller Sau, Standort am anus mundi, 18 Tage Urlaub sollte es auch geben( “Wir leben hier das amerikanische Leistungsprinzip!!”, so Wilfer damals ).
Allein das Auftreten und die Führungsphilosophie liessen mich logischerweise absagen.

BiusK

November 19th, 2009 at 10:43    


Tja - da meckert man als Deutscher gerne über die Zustände in Fernost und dann sind sie vor der eigenen Haustür nicht besser. Und gemessen am eigentlichen Lebenshaltungsstandard dort vielleicht sogar noch schlechter…

LOD

November 19th, 2009 at 18:31    


es wird ja keiner gezwungen dort zu arbeiten. ich hab mich vor ca. 2 jahren spaßeshalber dort mal beworben. im bereich werbung & marketing. es kam promt noch am gleichen tag ne email zurück, wo hpw persönlich mich andeutungsweise auf die dortige arbeitssituation und -zeiten hinwies. da wußte ich wo der hase hinläuft und hab die bewerbung sofort zurück gezogen….

Ornellabass

November 20th, 2009 at 13:43    


es stellt sich nur die frage, ob es bei anderen herstellern besser aussieht … nur dass es sowieso keinen interessiert, wie die arbeitsbedingungen irgendwo in osteuropa, asien etc. sind … ich würde sagen dass dies durchaus kein einzelfall ist …
hatte auch schon vor mir einen warwick bass zuzulegen, und ich glaube aber nur wegen solchen zuständen hätte ich mich nicht gegen ihn entschieden, letztendlich lag es bei mir am spielgefühl :P

Faxilus

November 23rd, 2009 at 10:51    


Gute Imagepflege können nur zufriedene
Mitarbeiter und kein teurer Verkaufsraum
leisten. Sogesehen, ist Herr W. nicht nur kein Menschenfreund, sondern auch ziemlich
dumm.

call-me-electro

November 24th, 2009 at 17:04    


Ich hab von dem bericht erst kürzlich erfahren und mich ziemlich, und verbal ausfallend, drüber aufgeregt. Mittlerweile habe ich mich beruhigt. Letztenendes ist es überall so. Unsere Erwartungen sind einfach zu hoch, es geht ums Geschäft, da gibt es keine Regeln mehr. Nur weil wir Instrumente lieben, bespielen und als Mukker irgendwie doch nen gewissen Community-Gedanken pflegen, also soziale Ansprüche haben, muss dass für unsere Supplier nicht gelten. Ich habe selber in dem Bereich gearbeitet, natürlich nicht bei Warwick, und kenne diese Seite der Medaille. Knallhartes Business. Das ist Krieg. Steckt ja auch im Name…”War”… - der Deal ist: Wir geben denen Geld. Punkt. Wenns gut läuft rückt man Ware als Gegenleistung raus, was einen so wenig kosten darf wie nur irgend möglich. It could be so easy…

Im Grunde spiegelt es nur die gesamtgesellschaftliche Entwicklung wieder. Und mal ehrlich - wem sprecht Ihr eher Anerkennung, Erfolg und Talent zu, dem Unternehmer mit guten Zahlen, oder einem kleinen Hinterhofmurkser der grad so mit 10 Jahre alten Gebraucht-Passat durchkommt? Das ist doch quasi anerzogen und BWL-Buch-gereift! Die letzten Wahlen…was soll man noch sagen? Und Hände hoch wer Arbeitslose für Schmarotzer hält! Gratulation - durch diesen Meinungsstrom sieht man sich gezwungen zu jedem Preis zu arbeiten um nicht beschimpft zu werden, oder sich seiner Ehre unsicher zu werden!

Ach ja. We sich aufregt ist Querulant oder Choleriker und hat keine anderen Hobbies. Zur Not gehts halt auch so…

zapperlot

November 25th, 2009 at 01:10    


Die Framuspleite war nicht koscher, konnte man damals in Pretzfeld hören. Später wurden übers Wochenende die Produktionsräume der Nachfolgefirma “FMS Wilfer” leergeräumt. Die sehr plötzlich arbeitslose Belegschaft schaute erstaunt auf ein paar Regale mit den übriggebliebenen, unverkäuflichen, dumm gebauten Gitarren und Bässen und in den leeren Beutel, den zu füllen nun das Arbeitsamt übernahm. Niemand fragte offiziell, wohin die ganze Maschinerie, Werkbänke und Werkzeug so plötzlich verschwinden konnte. Unser alter Bekannter hatte schon gelernt, wie man seine Schäfchen ins trockene bringt. Nach der “”"Wende”"” konnten sich dann die legalen Kriminellen (Strauss / Mielke etc.-wie im Himmel, so auf Erden) schön wieder vereinigen (grunz)
und dem Feudalismus weiterfröhnen. Großzügig verteilte Steuermillionen für die neue Blütezeit ließen unseren lieben hp nicht lange zögern, von diesem Kuchen sich ein gewaltiges Stück abzusprengen. Dabei kam als erstes eine kleine Klingenthaler Elektronikfirma unter seine Walzen. Leider hieß sie MEK (Musikelektronik Klingenthal - eine Nachbarstadt von Markneukirchen). Die Verwechslungsgefahr zu MEC (Pickups) war einfach viel zu groß. (Weiß jemand, was aus denen geworden ist?) hp residiert jedenfalls sehr formidableaux. Gleich am Ortseingang links die schöne Villa im großen Garten. Wunderbar, hp hat es geschafft. Er hat seine Raserei und zu Schrott gefahrenen Wagen der schweren Klasse überlebt, nun krümelt das Image vor sich hin. Der äußere Schein wird zur Fratze, die verbrauchten Menschen sind einfach zu zahlreich und sollten sich hier äußern.
(Mir lacht das Herz, wenn ich in Gedanken diesen Rumpelstiel zornesrot stampfen sehe ob dieses Forumms.)
Danke!

call-me-electro

November 25th, 2009 at 02:01    


Die “MEK” die Du meinst scheint mir die “KME” gewesen zu sein, “Klingenthaler Musik Elektronik”, kann das? Also müsste er dann ja unter seiner Verfügung die Buchstabensortierung Erni&Bert-mässig geändert haben. http://www.kme-sound.com/ Oder gabs zwei Klingenthaler? Zumindest über die Suchgerätschaft mit bunten Buchstaben lässt sich kein Zusammenhang zw. unserem freundlichen Bass-Ghandi und den Genossen der VEB Musikelektronik *lach*, also KME finden :-/

Also dann…FREUNDSCHAFT! xD

onurb

November 25th, 2009 at 18:27    


Hat einer von euch die aktuelle Ausgabe vom Stern (Nr.48) gelesen?
Das Thema war den Redakteuren 3 Seiten wert! Ich finde es gut, dass die ganze Geschichte mal an die Oeffentlichkeit kommt. Ausserdem sucht RTL gerade EX-Mitarbeiter (oder aktuelle) um hinter einer Schattenwand mit verzerrter Stimme ihre Erfahrungen schildern.

Es geht ja nicht nur um die Firmenpolitik oder die Arbeitsbedingungen dort. Damit könnte man ja noch leben. Den Arsch aufreissen ist halt notwendig…in jedem Unternehmen. Trotzdem geht das da zu weit und ich könnte über solche Beiträge wie: “ist es denn wonaders besser” oder “alles halb so wild, mein Bass wurde super repariert” usw., einfach nur kotzen. Das kann nur jemand schreiben, der nicht involviert war oder ist.
Es geht vielmehr um die Sitten dort, den Umgangston usw. Man wird behandelt wie der letzte Dreck, darf nicht nach Pausen oder Freizeit fragen….von Krankheit mal ganz zu schweigen…sofort kommt dann meist die Kündigung. Es sei denn, man nimmt sich Ferien für seine Krankheit. Bei einer Blinddarm OP ist das halt der Jahresurlaub.

stuntman

November 25th, 2009 at 20:50    


soweit ist der onurb - artikel nicht ganz banal, wenn er doch seine beziehung zu warwick erläutert hätte wie z.b. das er ein ehemaliger mitarbeiter ist und dem stern zu verfügung steht.allerdings das ganze mit einer kinderkrankheit wie blindarm zu beenden, ohoh das ist ein eigentor.

vielleicht bin ich auch weltfremd.

benehmen ist keine glücksache,sondern eine gesellschaftsform die diese zusammenhält und es ist mir nicht geläufig warum arbeitskollegen nicht zusammenhalten und einen schlussstrich ziehen wenn das fass überläuft.es kann doch nicht sein das dieser betrieb ein reiner hexenkessel ist.
also liebe mitarbeiter von warwick nutzt diese chance der internationalen solidarität zum neuanfang.wenn die bisher genannten vorkommnisse der wahrheit entsprechen, muss das bedeuten: arbeitsniederlegung,schlichtung durch herrn bundespräsident horst köhler.anschliessend ein basssolo zur not von mir.

Suche Ersatz f

November 29th, 2009 at 01:17    


[...] hier ist auch interessant: http://bassnews.de/index.php/edelbod…e-bei-warwick/ Schaut euch auch den Link auf den Zeitungsartikel an __________________ Das gr

Obiwotz

Dezember 3rd, 2009 at 12:20    


Hallo Leute,
ich oute mich hier mal selbstbewusst als Gewerkschafter. Die hier beschriebenen Arbeitsbedingungen sind unsäglich, verstoßen teilweise sogar gegen Gesetze.
Aber: Arbeitgeber machen das - solange man sie lässt. Von alleine bessert sich da gar nichts.
Arbeitsniederlegung - wie stuntman schreibt - ist laut Gesetz nur mit Gewerkschaft möglich. In der Regel lässt sich da aber auch ohne Streik was verbessern, wenn man glaubhaft damit drohen kann und kompetent verhandelt.

Wer nähere Infos hat: Ich bin sowohl journalistisch daran interessiert - und kann auch Kontakte aufbauen.

Horst K

Dezember 5th, 2009 at 14:17    


[...] dieser "firma" warte ich auch schon lang. naja vielleicht pr

Frettchen

Dezember 7th, 2009 at 15:56    


Hallo Leute,

eine Menge guter Beiträge. Lasst mich nur eines anmerken: hier wird viel Meinung vertreten. Nur auf welcher Faktenbasis? Was wir haben ist eine Art Blankoschreiben an Bewerber, ein Zeitungsartikel und die Aussagen zweier Leute, die sich mal telefonisch bei WW nach einer Stelle vorgefühlt haben.

Ich bin weder Warwick-Spieler oder Fan, noch muss ich das Unternehmen aus irgendwelchen Gründen in Schutz nehmen, aber eine sorgfältige Faktenrecherche sieht anders aus. Interessant wäre doch mal eine offizielle Stellungnahme von WW zu den Behauptungen, oder zumindest eine valide Information eines heutigen Mitarbeiters.

Stuntman

Dezember 7th, 2009 at 18:24    


tach frettchen,

ich habe eine stellungnahme von herrn wilfers per email bei meiner anfrage bekommen.ich habe diese in diesem forum schon geschildert.siehe älteren beitrag oben von mir.
gruss stuntman

ps. ich teile deine ansicht.

Marc Dusny

Dezember 9th, 2009 at 13:38    


Ich muss hier auch Warwick in Schutz nehmen.
Ich habe mich vor kurz beim Warwick beworben und ich gebe zu, das Gehalt war nicht so hoch wie ich mir vorgestellt habe. Deshalb habe ich mich entschieden, die Bewerbung nicht weiterzumachen. Aber HPW war offen und ehrlich mit mir und erzählt mir von der Arbeitszeiten bzw. Erwartungen des Unternehmens. Sie waren anspruchsvoll ja, aber anders als wie bei Fender oder Gibson waren sie, meiner Meinung nach, nicht. Frage doch mal, wie viel ein Mitarbeiter beim Gibson in Memphis, TN. verdient - Du wirst richtig geschockt!
Außerdem heutzutage sind die Leute froh, einen Job zu haben.
Ich habe auch eine Werksbesichtigung gemacht. Das ist ein Fabrik und wie alle andere Fabrike, muss es versuchen, Geld zu sparen. Aber die Qualität der Arbeit für so einen Mass-producer war immer noch in Ordnung. Und was wenn die Rezeption mit irgendwelchen Edelholz ausgestattet ist? Für Kunden, die die Chance haben, eine Werksbesichtigung zu machen ist der erste Eindruck wichtig - und wenn man Qualität als erstes sieht, ist man überzeugt, dass die Qualität auch bei der Produktion der Bässe hoch ist. Simple sales techniques!
Ich habe einen Warwick, der mittlerweile 15 Jahre alt ist. Werde ich einen Neuen kaufen? Wahrscheinlich nicht, aber nicht weil ich nicht von den heutigen Produkten überzeugt bin, sondern nur weil ich als Profi-Bassist andere Anspruche habe, die ich nur durch einem persönlichen Gespräch mit dem Herstellern erfüllen kann - was man nicht mit Warwick machen kann, da Warwick meistens über Händler ihre Produkte verkaufen und damit bis zu 30% teuer sind, als Bässe, die ich direkt von Hersteller kaufe.
Fakt ist: Warwick ist eine deutsche Firma, die weltweit bekannt ist und für 85 Leute aus Vogtland den Arbeitgeber ist. Wir sollten Stolz darauf und nicht wie die bekannte englsiche Presse, immer versuchen, solche Firma zu beleidigen.
Und als für Endorser, ich werde Firmen wie Johnson oder Stagg endorsen, wenn sie mir genugend Geld bezahlt! Get real! Die Musikbusiness, und alle die etwas mit der Branche zu tun hat, geht nur ums Geld.
Warwick muss überleben und die Produktion muss hier in Deutschland behalten werden. Ich kann mir vorstellen, dass die 85 Mitarbeiter lieber einen Job mit einer Zukunft haben möchten, auch wenn das Gehalt nicht so hoch ist, als Hartz IV zu bekommen.
Übrigens während meinem Besuch habe ich 8 BMW Dienstwagen bei Warwick gesehen, die vor die Tür geparkt wurden. So schlimm kann es nicht sein, oder?

Joe

Dezember 14th, 2009 at 15:33    


dreimal darfst du raten, wer die BMW Dienstautos fährt? Laut wikipedia macht Warwick einen Jahresumsatz von 27 Mill. € und einen Gewinn von 700.000 €. Das kommt mir recht wenig vor. Die Lohnverhältnisse erinnern an jene von McDonalds. Die verdienen Milliarden, zahlen ihren Mitarbeitern aber auch nur den Mindestlohn oder noch weniger. Ist das Ausbeutung? Jein, denn jeder arbeitet ja freiwillig dort. Hr. Wilfer wird schon sehen was er davon hat. Das Unternehmen muss natürlich wettbewerbsfähig bleiben, aber der Imageschaden wird ihm auch viel Geld kosten. Immerhin kann er bei Bässen “Made in Germany” mehr verlangen als bei China/Taiwan/Indonesia-Ware und da sollte er nicht bei den Mitarbeiter-Gehältern sparen. Das ist der falsche Ansatz!

Jupp

Dezember 26th, 2009 at 13:24    


Meinung hin Meinung her. Wenn die Zeitung keine fundierten Informationen gehabt hätte, dann wäre die “Reportage” mit einer Gegendarstellung auf Betreiben des Firmeninhabers abserviert worden. Ist sie bis heute aber nicht - aus gutem Grund. Aufmerksamkeit schadet dem Geschäft siehe Lidl und Edeka vor ein paar Monaten). Dazu kommt, daß der Stern seine Recherchen über mehrere Jahre durchgeführt hat - inkl. der oben gefroderten Ex-Mitarbeiterbefragung, der Befragung von Kunden, Lieferanten etc. etc.

Der Ursprungsteil der Diskussion bringt es auf den Punkt: Die besagte Firma hat Arbeitsbedingungen wie in frühesten vormarxistischen Zeiten - Wolfskapitalismus. Und die “Argumentation”, man müsse das so tun, da man sonst in China produzieren “müßte”, die zieht nur solange, bis man sich mal mit dem Thema Produktionsverlegung beschäftigt hat. Gute 27 Mio Umsatz bei 80 Mitarbeitern würde eine reale Bezahlung um 2000-2500,- je Mitarbeiter ermöglichen, und da sind alle Sekretärinnen, Vertriebler etc. mit reingerechnet. Für solche Zwecke gibt es Schätztabellen, die jedem halbwegs beschlagenen VWLer zugänglich sind und für diese Branche eine sehr hohe Wertschöpfung (>30%) ausweisen - mehr als für das von mir verwendete Schätzbeispiel aus der Maschinenbaubranche.

Also sollte man vor der Preisdiskussion mal genau hinschauen, wo welches Geld in welchem Umfang bleibt ;-)
Die genannten 700.000,- sind tatsächlicher Gewinn, also der zu versteuernde Entnahmebetrag (kann man sich auch aus den teilweise offengelegten Bilanzen holen). Da sind schon alle Reinvestitionen, Gehälter (ja, auch die sind Gewinnanteil), Rücklagen etc. rausgerechnet.
Sorry, aber so einen echten Überschuß schafft manche 250-Mann-Bude nicht! Das ist wirklich sehr gut am Personal gespart und würde bei gerechterer Verteilung für jeden Mann fast 10.000,- mehr im Jahr in der (Brutto)Lohntüte bedeuten.

Und rechnet Euch mal spaßeshalber die Netto-Jahresarbeitszeit eines Mitarbeiters bei WW aus: 209h (22 AT/m) + 7,5 (die zwei SA) = 216,5h/m * 12 = 2568h - 20 * 9,5 = 2378h (netto, also abzüglich der gesetzlichen Pausen!!!!)

Sorry, aber solche Werte nehmen wir noch nicht mal in China und Taiwan an! Da liegt die Obergrenze bei 1950 (industrietypisch) bis 2100h (Heimarbeit) pro Jahr!!! (ich komme aus der Fabrikplanung und arbeite da mit sehr aktuellen Zahlen).

Es ist kein Wunder, daß WW nicht über eine Verlegung nach China nachdenkt, D ist in diesem Fall gute 20% billiger ;-) Es sind also ohne Berücksichtigung der erhöhten (Sevice- und Vertriebs)Kosten nach der möglichen Verlegung schon gute 10-15% Steigerung drin, und es bliebe immer noch was in der Kasse… Wir haben in den vergangenen Jahren zig geplante Verlegungen für Industriebetriebe geprüft, die “ganz offensichtlich günstiger” waren - keine einzige war es unterm Strich (und seit der Wirtschaftskrise schon gar nicht mehr:).

…nur mal so zum Nachdenken…

Gruß
Roman

PS: Es gibt übrigens ein deutsches Arbeitszeitgesetz und berufsgenossenschaftliche Auflagen für Maschinenbediener (z.B. Maximalzeiten für die Bedienzeit). Wenn sich die Mitarbeiter da mal etwas schlau machen würden, dann würde ihnen auffallen, daß es so einige Handhaben gibt. Man muß sie nur nutzen…es läuft nämlich nur über die Anzeige der Verletzung der gesetzlichen Vorgaben…

Und der Rest der Diskussion ist (leider) mehr Polemik als Substanz.
Kauft einfach keine WW-Artikel, dann unterstützt Ihr diese Zustände auch nicht! Alles andere ist Bullshit - mit Verlaub gesagt.

bert

Januar 4th, 2010 at 18:34    


wenn man ehrlich ist muss man sich der meinung von joe ,14.12.09, anschliessen, keiner wird gezwungen dort zu arbeiten, für die, die dort schaffen scheint der lohn ok zu sein. ich hatte mir letztens einen rockbass bestellt, made in china. leider war die qualität die mit abstand schlechteste die ich in händen hatte- teil wurde wieder zurückgeschickt.da sollte der betrieb seine 700tsd € gewinn(die kommen mir bei diesem umsatz seeehr gering vor) lieber noch in die qualitätskontrolle stecken.und wie bei allem hat es auch der kunde selbst in der hand letztendlich dort sein geld zu lassen wo es fair und korrekt zugeht, egal bei welchem produkt.

Tom

Januar 7th, 2010 at 19:20    


Löhne in diesem Niveau sind asozial und in diesem Fall, aufgrund der derzeitigen Arbeitsmarktsituation, kann man auch von Ausbeutung sprechen. Wie sich jeder vorstellen kann, wird es wohl kaum Leute geben, die sagen “och, der Lohn ist mir piepe ich verdiene gerne wenig Geld wenn ich nur bei W arbeiten kann.”
Wennn ein Unternehmen, dass zig € in Werbung und in eine 1a Fassade steckt und den Angestellten keine angemessenen Gehälter zahlt, ist das zwar legal aber höchst unmoralisch!
Deshalb von mir kein Support!

[User-Thread] - Warwick B

Januar 17th, 2010 at 19:52    


[...] machen will, ich will euch nur informieren, darum bildet euch einfach eure eigene Meinung: http://bassnews.de/index.php/edelbod…e-bei-warwick/ [...]

greinsen

Januar 19th, 2010 at 06:45    


…wieder wird eine sau durchs dorf getrieben…

ich möchte doch an das hoffentlich vorhandene hirn eines jeden bassisten apellieren:

wer gerne für seinen handgemachten edelbass deutscher produktion einen haufen geld mehr ausgeben möchte, der kauft halt eine andere marke.

um das antlitz “meiner marke” zu wahren rufe ich sogleich zum boykott aller fernostinstrumente auf, schaut da mal in eine fabrik oder auf die arbeitsbedingungen der sklaven,ähm der mitarbeiter…

es ist (leider) manchen mukkern nicht vergönnt, betriebswirtschaftliche dinge zu überblicken.

MM

Januar 23rd, 2010 at 23:28    


Das Problem is diese Allesmussbillich sein Mentalität. Würden die Leute billige Sachen meiden, würden die hochwertigeren billiger.

Also ab ner gewissen Preislage erst den Instrumentenbauer umme Ecke fragen.

LazyBass

Februar 7th, 2010 at 10:18    


Hallo,
ich bin einer der neuen hier und möchte dazu folgendes sagen:
Ich hatte schon vor ein paar Wochen einen ähnlichen Bericht im “St***” gelesen.
Als ich jetzt auf der Suche nach Bassequipment war, habe ich ganz bewußt WW herausgefiltert, da mir eine solche “Firmenpolitik” stinkt. Sicherlich weiß ich nicht, was bei den anderen Herstellern so an Bockmist betrieben wird, aber was ich nicht weiß…
Mit schlechter Wirtschaftslage wird argumentiert, aber wenn man erstmal einen schlechten Ruf hat, wirds MIT SICHERHEIT NICHT BESSER !!! Ich jedenfalls reagiere sehr sensibel auf Ausbeutung von Arbeitnehmern, insbesonder Fachkräften.
Jaja, so sind wir Mucker, sensibel !
Und bevor ich was vom bösen W kaufe, muß einiges passieren ! ! !

stuntman

Februar 7th, 2010 at 14:19    


was für ein bockmist,jetzt kaufste evtl. bei einer ausländischen firma die für eine schüssel reis arbeiten oder wie…aber wenn du das nicht weisst ist dir das egal, gute logik..
warwick produziert im in - und ausland, dass ist eine mischkalkulation um den markt standzuhalten und nicht zum nachteil der beschäftigten in konkurs zu gehen.
darüber hinaus zieht “made in germany” immernoch weltweit, dank unserer facharbeiter die angemessen entlohnt werden müssen.

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