Edelböden und Hungerlöhne bei Warwick
Wer die bekannten Bass-Zeitschriften durchblättert und die Adressangaben bei gefühlten 80% der Werbung genauer anschaut, wird feststellen, dass nicht nur die Marke Warwick in Markneukirchen zu Hause ist. Macht mal den Versuch.
Das Unternehmen Warwick wurde 1982 vom heutigen Geschäftsführer Hans Peter Wilfer gegründet. Es versucht nach aussen hin bei uns ein gutes Image zu pflegen - nicht nur mit den genannten Anzeigen. Auch mit vorbildlicher Solar-Anlage auf dem Dach und Holzabfallheizung (für einen solchen Betrieb natürlich auch kostensparend, wenn man seine Abfälle verheizen kann). Der Showroom ist laut einem Bericht der Zeitung “Vogtland” mit “dem wohl grössten Bubinga-Fussboden der Welt” ausgestattet - daneben arbeiten Mitarbeiter zu Hungerlöhnen. Ein Teil der Belegschaft laut Artikel zu Löhnen von unter 5 Euro pro Stunde.
Gemäss einem im Artikel veröffentlichten E-Mail an einen Bewerber, sind folgende Bedingungen “sicherlich kein Problem” für Arbeitsuchende:
- Arbeitszeiten Mo-Fr 8:30 bis 19:00
- Mindestens 2x im Monat samstags 10:00 bis 14:00
- An 2 Feiertagen wird gearbeitet (Bubinga-Boden wachsen?)
- Gehalt von EUR 1.100 brutto
Da erwarten wir eine Veränderung der Situation in naher Zukunft - eine solche Geschäftspraxis kann nur eine Weile gut gehen.
Wer den ganzen Artikel lesen möchte, klickt auf das Bild. Ich gebe zu, bisher mit Warwick-Bass über einen Warwick-Amp gespielt zu haben. Eine Tatsache, dass ich mit Bestimmtheit nicht erneuern werde - auch wenn hier bei mir eine gewisse Unzufriedenheit mit dem Material ebenfalls mitspielt.
Ich bin an Insider-Informationen und Erfahrungen aus dem Umfeld der Firma interessiert. Zum Beispiel von ehemaligen Mitarbeitern. Namen werden vertraulich behandelt.
Danke übrigens für die “Zuspielung” dieses Artikels. Man kann sich gerne per Feedback-Formular auf Bassic an mich wenden. Jederzeit auch bezüglich anderen Bass-Firmen - und gerne auch positiv!
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Filed Under: Bässe, Verstärker
Tags: Arbeitsbedingungen, bass, Hungerlohn, Markneukirchen, Solar, Warwick










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Comments (63)
Jules
November 2nd, 2009 at 13:47
Nieder mit diesem schleimigen & wiederlichen Zwerg H.P.W. !
Stuntman
November 2nd, 2009 at 14:41
kaufmännisch, ist der ansatz von hilfinger verständlich,erstmal den ball flach halten und schon bei der emailvorbesprechung aussieben wer bereit ist überstunden zu machen wenn es nötig ist und wer nicht.der lohn zählt als anfangsoption und wer sich mit der firma identifiziert und leidenschaftlich dabei ist,übersteht die probezeit mit kusshand. so denke ich! so muss die firma warwick um motivierte mitarbeiter zu haben, einen fairen lohn zahlen, der es zulässt sich als mitarbeiter einen warwick bass zu leisten, der umzug sich lohnt und man gut über seine firma spricht.
Gregor Fris
November 2nd, 2009 at 15:22
diese zustände sind natürlich alles andere als beispielhaft, aber wer sagt uns das die zustände bei fender, oder oder den ganzen fernostfirmen besser sind!? keiner! ich kann mich noch gut an die demonstration vieler chinesen vor der letzten musikmesse erinnern, die die welt über die katastrophalen zustände bei cort aufklären sollte
Dr.Gore
November 3rd, 2009 at 01:12
Echt traurig.
Wenn Unternehmen in ernsthaft problematische Lage durch günstigere Produkte aus z.B. China geraten kann ich verstehen, dass sie die Löhne einkürzen WENN ihnen keine andere Möglichkeit bleibt. Wass ich allerdings nicht verstehe ist, dass sie sich einen Edelholzangeberboden verlegen lassen und aufgrund der “Wirtschaftlichen Lage” nur Hungerlöhne zahlen können.
Gregor Fris hat natürlich recht. Den Leuten in Asien gehts noch schlechter. Allerdings sind die meißten Europäer die nicht auf billige Produkte verzichten wollen oder können nicht ganz unschuldig. Musikinstrumente sind da sicherlich das kleinste Übel.
Mamba
November 3rd, 2009 at 03:38
Schade, da gibt es Leute (wie mich z.B.) die bereit sind und natuerlich ueber das noetige Kleingeld verfuegen, etwas mehr fuer ein Instrument zu zahlen das im eigenen Land oder im nahen Ausland produziert wird und dann erfaehrt man sowas…. Ich selbst bespiele zwar kein Warwick-Equipment, aber wer weiss ob andere Firmen nicht genauso agieren….
Bommi64
November 3rd, 2009 at 12:15
…..wie so vieles in Deutschland.
Don`t forget: Deutschland hat gewählt !
Und zwar extakt diese Verbrecher, die solches Verhalten noch fördern !!!!
2 Wochen nach der Wahl werden die ersten Rufe nach dem totalen Ausstieg der Wirtschaft aus den Sozialsystemen laut…!!
Wie blöde ist der abhängig beschäftigte deutsche Michel eigentlich noch?????
Warwick war nie ein wirkliches Thema für mich…und wirds jetzt erst recht nicht werden !
Aber es betrifft ja nicht nur Warwick und diesen komischen Wilfer…..
Es läuft im Grundsatz falsch, Geld ist zum reinen Selbstzweck geworden.
fuzzo666
November 3rd, 2009 at 15:33
Auch Warwick wird über kurz oder lang in den fernen Osten abwandern. Deutschland ist für Massenfertigung zu teuer und nicht attraktiv…
Nymi
November 3rd, 2009 at 17:06
Was Warwick macht, ist eine moderne Form des Feudalismus’, die ich gerne als “Wirtschaftsfeudalismus” bezeichne.
Das Argument, man müsse gegen die billigen Arbeitskräfte in Asien “anstinken”, zieht nicht, weil WW ja auch in Asien fertigen lässt (z.B. die Rockbass-Schiene). Die Instrumente aus den deutschen Werken kosten horrendes Geld und würden sicher bässere Löhne ermöglichen; allerdings scheint H.P.W. selber den Hals nicht vollkriegen zu können. Aber bedenke H.P.W., so manch einer hat sich schon an einem zu großen Brocken bös’ verschluckt.
Seit meinen schlechten Erfahrungen mit dem nicht vorhandenen Kundenservice von Warwick (wahrscheinlich ist Service auch zu teuer…) ist diese Firma ohnehin bei mir untendurch. Wenn ich nochmal solch einen Bass will, dann nehme ich lieber gleich das Original (Spector) oder lasse mir von einer der zahlreichen und hervorragenden kleinen Bassmanufakturen einen Bass bauen.
Nee, Warwick will ich nich’ - Warwick is’ Kacke!
onurb
November 5th, 2009 at 16:41
Kundenservice? Dem H.P. sind doch die Kunden wurst! Dieses schleimige Getue nach Aussen….riesiger Showroom, innovativ, Solar, modern und ein Custom Shop Room in New York…jaaa nach aussen hin scheut er keine Kosten. Dafür wütet er drinnen und auch bei den Händlern wie ein Tier!!….aussen hui, innen pfui!
Wenn man als Musikalienhändler mit Warwick arbeiten muss, weil sie einfach zu viele Vertriebsprodukte haben, auf die man nicht verzichten kann, dann weiss man, wovon ich spreche. Kundenservice??? Garantieansprüche? Hilfe? Von wem denn? Dort arbeitet doch keiner mehr, der Ahnung hat. Jeder Neue im Service ist schnell überfordert und kündigt grad wieder!!
Wusstet Ihr, wie die Geschäftsleitung über die dort angestellten Ostdeutschen spricht!!? Sie hassen Ossis! Obwohl nur H.P. und der Sales Manager Europe(vielleicht noch ne handvoll Angestellte) eigentlich aus den alten Bundesländern kommen.
Der gemeine Ossi ist in deren Augen von Geburt aus faul, dumm, alkoholkrank, “gendefekt” (O-Ton) und kann nur Fäkalsprache verstehen! Darum wird auch nur so gesprochen oder “gebrüllt”. Ich habe das miterlebt…sehr peinlich.
Der Bundeshorst sollte wieder hingehen, den Bass zurückgeben und einen Haufen auf den weltgrössten Bubingaboden sch******!
Das würde auch H.P. verstehen….der ganze Rest prallt an ihm ab. Oder hat man auch nur eine Stellungnahme zu der ganzen Katastrophe vernommen…..
SchreinerDavid
November 6th, 2009 at 14:54
Ich wunder mich über die Endorser…klar viele werdens wahrs. nicht mitbekommen oder sind überglücklich endlich gesponsort zu werden, aber irgendwie/irgendwann wird man das doch mitbekommen wie der Laden läuft, oder?! Ich würde jedenfalls meinen Hut vor denen ziehen, die sich auf Grund so einer Enthüllung für bessere Arbeitsbedingungen für die Mitarbeitern einsetzen würden oder anderenfalls ihr Warwick-Endorsement beenden würden;). Da sollten ein paar angesehene Künstler hergehen und sich gegen diese Chef-Moral aussprechen. Solche Leute wie H.P. werden nur wach wenn die Knete nicht mehr kommt, was anderes habens ja nicht zu verlieren! Gilt aber genauso für alle Anderen der Instrumentenbau-Industrie, sofern sie derartig mit ihren Leuten umgehen. Ich bin jedenfalls froh zu wissen, dass meine Knete einem Meister seines Fachs direkt zukommt:).
Steve
November 11th, 2009 at 09:17
Vielleicht hatte ich deshalb immer so eine intuitive Abneigung gegen Warwick. Wenn das so stimmt, werden dort Menschen ausgebeutet, daran möchte ich nicht profitieren.
Es gibt deutsche Instrumentenbauer, bei denen es auch anders geht.
Ich werde eine solche Firmenphilosophie nicht durch Produktkäufe unterstützen.
Schade.
Vielleicht ändert sich ja was durch die Presseberichterstattung.
Rafi Kirder
November 12th, 2009 at 09:19
Warwick, so eine Schweinerei! aber wer günstig produzieren will, geht solche Scheisse eben ein, und Warwick sind bei Gott nicht die einzigen.
Was kann da der Kunde tun? Grossfirmen meiden! Ich spiele nicht nur Lefay Bässe, weil sie absolut geil sind, sonder weil ich ganz genau weiss, wer das Instrument gebaut hat, und wer mein Geld 1:1 dafür kriegt, so einfach ist das. und wirklich viel teurer sind diese INstrumente nicht mal, wenn man mit den High-End Produkten von Warwick vergleicht.
Ihr in Deutschland habt es eh gut, so viele gute Instrumenten Bauer, da fällt einem die Entscheidung nicht grad leicht!
Nieder mit den Grossfirmen, es lebe die Kleinen!!!
BlackT
November 12th, 2009 at 11:02
Ich freue mich, dass es so viele Leute gibt, die hier sagen, was sie von Warwick halten. Ist es vielleicht nicht an der Zeit unter Musikern das Thema Nachhaltigkeit auführlicher zu diskutieren. Wir sind es schließlich, die die Instrumente und Geräte kaufen, die unter liederlichsten Arbeitsbedingungen in den Sweat-Shops in Asien entstehen. Warum sollte es uns nicht viel besser gelingen als den Modekunden, die Unternehmen zu ethisch und moralisch kommoderem Verhalten anzuhalten? Die Community ist schließlich viel kleiner. Bassisten untereinander sind gut vernetzt (siehe Bassic), bei den Schlagzeugern gibt’s glaub’ ich ähnliche Netze, bei Gitarristen hab ich keine Ahnung, und Keyboarder hocken doch sowieso immer am Rechner, oder nicht?
Was glaubt Ihr, ist ein Netzwerk-abgestimmtes Verhalten in dieser Branche zu realisieren?
Ich würde mich über diesbezügliche Beiträge freuen.
Klaus
November 12th, 2009 at 15:00
… sicherlich, es mag weitere Firmen geben, die mit ähnlichen Praktiken agieren. Da wäre eine “schwarze Liste” hilfreich. Ich frage mich eh immer wieso es ein Edel-Bass aus Tropenholz sein muss, auf dem man dann vielleicht sogar “Peace & Love” Songs begleitet …
Danke für die Aufklärung, auch wenn in Zeiten von Aldi, Lidl, Geiz ist Geil, etc. meist der eigene Geldbeutel und nicht ein reines Gewissen die Triebfeder ist …
Mir kommt hier natürlich erleichternd dazu, dass ich eh nie ein Fan von Warwick war …
Übrigens, der Durchschnittsendorser bekommt das Zeugs eh nur zum halben Preis … also keinesfalls - wie oft gedacht - umsonst!
Zudem, der Mega Hype um diese Bässe war in den 80ern (als die Warwicks noch als etwas “Besonderes” galten) … inzwischen haben diese Instrumente doch keine Seele mehr …
Fifafutzemann
November 13th, 2009 at 03:42
Tja die Bude wird immer laufen so lange die Leute noch dort arbeiten wollen und die Musiker dem seine Instrumente kaufen. Es wird immer Leute geben, die dort arbeiten wollen. Also er tut nichts Verbotenes wie es scheint… er ist bloß ein riesen Arschloch.
Stuntman
November 13th, 2009 at 16:10
ich habe mir die Mühe gemacht mal direkt zu fragen,alles andere ist nicht fair und
kein Grund hier unter Niveau eines Bassisten, Menschen mit AL oder ähnliches zu titulieren.Auch spricht das nicht für das Forum hier.
Also folgendes wurde mir mitgeteilt:
Kundenservice:
dass Wort nimmt Warwick sehr genau,egal wo ein Kunde Probleme hat..Warwick kümmert sich,Kunden die mal Probleme hatten wissen das.
Kampagne:
was soll Warwick dagegen tun,mehr Feuer in die Hass-Kampage giessen,dass fruchtet auch nicht und ist Sinnlos.Die Mitarbeiter von Warwick und Herr Wilfer versuchen einen Straight Job zu machen und er glaubt dieses recht erfolgreich zu tun.Das es leider viele Neider gibt,dass kann Herr Wilfer und somit Warwick nicht ändern.
Herr Wilfer kann nur empfehlen,dass Unternehmen zu besuchen um zu sehen wie gearbeitet wird.Es wird viel und hart gearbeitet.Das erfordert der Wettbewerb und Warwick steht Weltweit im Wettbewerb und könnte nicht so erfolgreich sein, wenn der größte teil der Mitarbeiter nicht mit Herzblut und Liebe im Unternehmen wären, ja der grösste Teil der Mitarbeiter arbeitet verdammt gerne bei Warwick und keiner muss bei Warwick arbeiten.Warwick hat leute aus Frankreich,Westdeutschland einige aus Sachsen und der Rest sind Mitarbeiter aus der Region und keiner würde nach Marktneukirchen ziehen..eine Kleinstadt mit 6000 Einwohnern 5Km vor Tschechien wenn nicht die Mitarbeiter mit Herz dabei wären.———–
“Also wer hier länger scharf schiesst ohne genaue Kenntnis der Vorgänge hat, sollte sich schon zügeln und keine Vorurteile loslassen”.
Gruss
I.W
Stuntman
Nymi
November 15th, 2009 at 11:24
Ach Stuntman…
Was ist denn das für ein Nonsens? Ist doch klar, dass die bei WW sich selber so sehen (wollen). Hast Du mal mit dem Warwick-Kundenservice zu tun gehabt?
Ich schon - ich weiß, wovon ich rede. Und da ging es nicht um ein Billiginstrument, sondern um ein sündhaft teures Exemplar der Limitid Edition-Serie (einen 91er, um genau zu sein).
Erzähl’ mir nix vom Kundenservice - den gibt es bei WW nicht!
Stuntman
November 15th, 2009 at 16:28
Guten Tag Nymi,
ich hatte 2 anfragen die schnell und freundlich telefonisch sowie per email beantwortet wurden.der preis eines basses spielte da keine rolle,sollte es auch nicht.-was war denn genau dein problem mit dem nobelbass?- ich besitze 2 warwicks seit langer zeit,tadellos.
des weiteren hatte ich eine idee für den customshop auch diese wurde seriös und aufrichtig behandelt.
luketappe
November 16th, 2009 at 18:58
…also, zum Kundendienst: Ich habe mal einen trusrod erneuern lassen, der ganz blöd abgerissen war.Ich habe dann mit Versand 130 € gezahlt.Alle angerosteten Hardwarteile wurden ohne daß ich das gesagt habe neu auf hochglanz poliert, das griffbrett neu überschliffen, der ftertless Bass neu eingestellt daß er so richtig schön singt und noch gereinigt. Zustand war danach absolut neuwertig ! Da blieb mir erst mal die Spucke weg. Berechnet wurde nur der Ausbau des abgerissenen und total verklemmten trusrod. Also, das nenne ich schon service, auch wenn ich dem sonstigen gebahren vom w. nicht zustimmen möchte, aber hut ab vor den servicemitarbeitern !
nosound
November 17th, 2009 at 19:43
Es mag nicht alles löblich sein was in der Branche abgeht, auch nicht bei Warwick. Aber den Artikel da oben finde ich schwachsinnig und nicht weiter diskussionswürdig. Ich bin kein Jurist, aber laut BGB (also nicht Tarifkack, sondern plain BGB) § 3 Abs. 1 BUrlG beträgt der gesetzliche Mindesturlaub 24 Tage. Wenn ein Vertrag mit oben beschriebenen Bedingungen zum Abschluß käme, würde sich Warwick böse ins eigene Knie schießen. Und ich kann nicht glauben dass dieses Unternehmen so diletantisch ist wenn es um Arbeitsverträge geht.
Also ohne aufgedeckte Quellen finde ich das unglaubwürdig.
Katze aus dem Sack, dear Vogtland. Ansonsten könnte man meinen die WW-Konkurenz hätte euch geschmiert…
nosound
P.S: Warwick mag ich trotzdem nicht…
herman
November 17th, 2009 at 20:00
Hallo Bassisten!
Cool down! Das Ganze wird konträr diskutiert, ok. Das ist auch voll in Ordnung. Aber bitte mit ewas mehr Niveau.
Die Wilfers sind selber aus dem Sudetenland - also auch Vertriebene. So wie ich die Gründerfamilie von FRAMUS kenne, dürfte vieles von dem Geschriebenen wohl Mythos sein. Also etwas mehr Information als nur primitive Klopperei..
buzzer
November 17th, 2009 at 20:45
geht echt gar nicht, warwick sollte sich schämen. Ich kauf mir auf jeden KEINEN Warwick, ebenso geh ich nicht mehr zu Schlecker XL und der Real wird sein GammelFleisch bei mir auch nicht mehr quit :-)…… Ich kann nur jedem empfehlen die Ausbeuter da zu treffen wo es weh tut. Geld! einfach woanders kaufen….!!!
Lukas Lechner
November 17th, 2009 at 20:56
eine frechheit!
boykott bringt den warwick mitarbeitern leider gar nichts, außer kündigung.
beschwerden dagegen umso mehr!
basswonder
November 17th, 2009 at 22:12
ach leute,
die geschäftsführung von WW ist doch schon gestraft genug.
Selbst tontechniker verweigern die arbeit!
Original-Ton “nimm das häßliche große W von der Bühne sonst gibts hier keinen Ton für dich” und das durchs micro auf die bühne rufen, das sich der rest der festival-crew rumdreht und in schallendes gelächter ausbricht. Das ist doch strafe genug für Herrn W und C0.
Das Ihm die bässten Leute schon lange weggelaufen sind-jedenfalls alle die ich kenn und die selbständig denken und handeln konnten-weiß doch in der szene auch schon jeder- da muß doch keiner mehr einen zeitungsartikel schreiben und halb deutschland fängt an zu lamentieren– kauf einfach keinen WW - kauft über all aber nicht bei WW - geht nicht zu konzerten von WW-endorsern und die welt ist in ordnung — das macht langfristig viel mehr schaden als hier die zeit zu verschwenden sich auszukotzen– wer details haben will kann mich ja anschreiben — ich kenn ne menge außendienstler die lange für Herrn W gearbeitet haben — die lassen kein gutes haar an dieser firma- sicher die produktions-mitarbeiter können nix dafür - doch wer will findet auch einen anderen job in der branche es werden genug gute instrumente gebraucht die auch von anderen firmen hergestellt werden und die qualität ist 1000 mal besser als das große W.. ich sag nur “Maruszyk” - da kriegste gute instrumente die locker nem vergleich mit “Musicman” mithalten können für ein drittel des preises…und die werden in europa gefertigt von handwerksmeistern verschiedenster coleur und die sind spielbar- so gut das du selbst einen edelbass an der wand hängen lässt… es gibt genug alternativen zum großen W - ich habe seit 2001 keinen Warwick mehr in der hand gehabt und habe es bis heute nicht bereut- egal ob kampagne oder nicht - das gehört nicht auf die bühne, es sei denn du spielst in einer schülerband!! Bässte Grüße aus U.S.A
dat Basswonder ( und ich habe nix mit den im artikel genannten firmen zu tun!! )
moewenpigg
November 18th, 2009 at 00:14
Ich kann in vielen Dingen nur zustimmen. Ich habe mich vor gut 2 Jahren mit Wilfer und seinem Adlatus Thorsten X. unterhalten. Er hatte mich als Verkaufsleiter für das deutschsprachige Ausland angeworben und wollte mir lediglich einen Telefon-Verkaufs-Job für Rockbag etc. aufs Auge drücken. Bezahlung unter aller Sau, Standort am anus mundi, 18 Tage Urlaub sollte es auch geben( “Wir leben hier das amerikanische Leistungsprinzip!!”, so Wilfer damals ).
Allein das Auftreten und die Führungsphilosophie liessen mich logischerweise absagen.
BiusK
November 19th, 2009 at 10:43
Tja - da meckert man als Deutscher gerne über die Zustände in Fernost und dann sind sie vor der eigenen Haustür nicht besser. Und gemessen am eigentlichen Lebenshaltungsstandard dort vielleicht sogar noch schlechter…
LOD
November 19th, 2009 at 18:31
es wird ja keiner gezwungen dort zu arbeiten. ich hab mich vor ca. 2 jahren spaßeshalber dort mal beworben. im bereich werbung & marketing. es kam promt noch am gleichen tag ne email zurück, wo hpw persönlich mich andeutungsweise auf die dortige arbeitssituation und -zeiten hinwies. da wußte ich wo der hase hinläuft und hab die bewerbung sofort zurück gezogen….
Ornellabass
November 20th, 2009 at 13:43
es stellt sich nur die frage, ob es bei anderen herstellern besser aussieht … nur dass es sowieso keinen interessiert, wie die arbeitsbedingungen irgendwo in osteuropa, asien etc. sind … ich würde sagen dass dies durchaus kein einzelfall ist …
hatte auch schon vor mir einen warwick bass zuzulegen, und ich glaube aber nur wegen solchen zuständen hätte ich mich nicht gegen ihn entschieden, letztendlich lag es bei mir am spielgefühl
Faxilus
November 23rd, 2009 at 10:51
Gute Imagepflege können nur zufriedene
Mitarbeiter und kein teurer Verkaufsraum
leisten. Sogesehen, ist Herr W. nicht nur kein Menschenfreund, sondern auch ziemlich
dumm.
call-me-electro
November 24th, 2009 at 17:04
Ich hab von dem bericht erst kürzlich erfahren und mich ziemlich, und verbal ausfallend, drüber aufgeregt. Mittlerweile habe ich mich beruhigt. Letztenendes ist es überall so. Unsere Erwartungen sind einfach zu hoch, es geht ums Geschäft, da gibt es keine Regeln mehr. Nur weil wir Instrumente lieben, bespielen und als Mukker irgendwie doch nen gewissen Community-Gedanken pflegen, also soziale Ansprüche haben, muss dass für unsere Supplier nicht gelten. Ich habe selber in dem Bereich gearbeitet, natürlich nicht bei Warwick, und kenne diese Seite der Medaille. Knallhartes Business. Das ist Krieg. Steckt ja auch im Name…”War”… - der Deal ist: Wir geben denen Geld. Punkt. Wenns gut läuft rückt man Ware als Gegenleistung raus, was einen so wenig kosten darf wie nur irgend möglich. It could be so easy…
Im Grunde spiegelt es nur die gesamtgesellschaftliche Entwicklung wieder. Und mal ehrlich - wem sprecht Ihr eher Anerkennung, Erfolg und Talent zu, dem Unternehmer mit guten Zahlen, oder einem kleinen Hinterhofmurkser der grad so mit 10 Jahre alten Gebraucht-Passat durchkommt? Das ist doch quasi anerzogen und BWL-Buch-gereift! Die letzten Wahlen…was soll man noch sagen? Und Hände hoch wer Arbeitslose für Schmarotzer hält! Gratulation - durch diesen Meinungsstrom sieht man sich gezwungen zu jedem Preis zu arbeiten um nicht beschimpft zu werden, oder sich seiner Ehre unsicher zu werden!
Ach ja. We sich aufregt ist Querulant oder Choleriker und hat keine anderen Hobbies. Zur Not gehts halt auch so…
zapperlot
November 25th, 2009 at 01:10
Die Framuspleite war nicht koscher, konnte man damals in Pretzfeld hören. Später wurden übers Wochenende die Produktionsräume der Nachfolgefirma “FMS Wilfer” leergeräumt. Die sehr plötzlich arbeitslose Belegschaft schaute erstaunt auf ein paar Regale mit den übriggebliebenen, unverkäuflichen, dumm gebauten Gitarren und Bässen und in den leeren Beutel, den zu füllen nun das Arbeitsamt übernahm. Niemand fragte offiziell, wohin die ganze Maschinerie, Werkbänke und Werkzeug so plötzlich verschwinden konnte. Unser alter Bekannter hatte schon gelernt, wie man seine Schäfchen ins trockene bringt. Nach der “”"Wende”"” konnten sich dann die legalen Kriminellen (Strauss / Mielke etc.-wie im Himmel, so auf Erden) schön wieder vereinigen (grunz)
und dem Feudalismus weiterfröhnen. Großzügig verteilte Steuermillionen für die neue Blütezeit ließen unseren lieben hp nicht lange zögern, von diesem Kuchen sich ein gewaltiges Stück abzusprengen. Dabei kam als erstes eine kleine Klingenthaler Elektronikfirma unter seine Walzen. Leider hieß sie MEK (Musikelektronik Klingenthal - eine Nachbarstadt von Markneukirchen). Die Verwechslungsgefahr zu MEC (Pickups) war einfach viel zu groß. (Weiß jemand, was aus denen geworden ist?) hp residiert jedenfalls sehr formidableaux. Gleich am Ortseingang links die schöne Villa im großen Garten. Wunderbar, hp hat es geschafft. Er hat seine Raserei und zu Schrott gefahrenen Wagen der schweren Klasse überlebt, nun krümelt das Image vor sich hin. Der äußere Schein wird zur Fratze, die verbrauchten Menschen sind einfach zu zahlreich und sollten sich hier äußern.
(Mir lacht das Herz, wenn ich in Gedanken diesen Rumpelstiel zornesrot stampfen sehe ob dieses Forumms.)
Danke!
call-me-electro
November 25th, 2009 at 02:01
Die “MEK” die Du meinst scheint mir die “KME” gewesen zu sein, “Klingenthaler Musik Elektronik”, kann das? Also müsste er dann ja unter seiner Verfügung die Buchstabensortierung Erni&Bert-mässig geändert haben. http://www.kme-sound.com/ Oder gabs zwei Klingenthaler? Zumindest über die Suchgerätschaft mit bunten Buchstaben lässt sich kein Zusammenhang zw. unserem freundlichen Bass-Ghandi und den Genossen der VEB Musikelektronik *lach*, also KME finden :-/
Also dann…FREUNDSCHAFT! xD
onurb
November 25th, 2009 at 18:27
Hat einer von euch die aktuelle Ausgabe vom Stern (Nr.48) gelesen?
Das Thema war den Redakteuren 3 Seiten wert! Ich finde es gut, dass die ganze Geschichte mal an die Oeffentlichkeit kommt. Ausserdem sucht RTL gerade EX-Mitarbeiter (oder aktuelle) um hinter einer Schattenwand mit verzerrter Stimme ihre Erfahrungen schildern.
Es geht ja nicht nur um die Firmenpolitik oder die Arbeitsbedingungen dort. Damit könnte man ja noch leben. Den Arsch aufreissen ist halt notwendig…in jedem Unternehmen. Trotzdem geht das da zu weit und ich könnte über solche Beiträge wie: “ist es denn wonaders besser” oder “alles halb so wild, mein Bass wurde super repariert” usw., einfach nur kotzen. Das kann nur jemand schreiben, der nicht involviert war oder ist.
Es geht vielmehr um die Sitten dort, den Umgangston usw. Man wird behandelt wie der letzte Dreck, darf nicht nach Pausen oder Freizeit fragen….von Krankheit mal ganz zu schweigen…sofort kommt dann meist die Kündigung. Es sei denn, man nimmt sich Ferien für seine Krankheit. Bei einer Blinddarm OP ist das halt der Jahresurlaub.
stuntman
November 25th, 2009 at 20:50
soweit ist der onurb - artikel nicht ganz banal, wenn er doch seine beziehung zu warwick erläutert hätte wie z.b. das er ein ehemaliger mitarbeiter ist und dem stern zu verfügung steht.allerdings das ganze mit einer kinderkrankheit wie blindarm zu beenden, ohoh das ist ein eigentor.
vielleicht bin ich auch weltfremd.
benehmen ist keine glücksache,sondern eine gesellschaftsform die diese zusammenhält und es ist mir nicht geläufig warum arbeitskollegen nicht zusammenhalten und einen schlussstrich ziehen wenn das fass überläuft.es kann doch nicht sein das dieser betrieb ein reiner hexenkessel ist.
also liebe mitarbeiter von warwick nutzt diese chance der internationalen solidarität zum neuanfang.wenn die bisher genannten vorkommnisse der wahrheit entsprechen, muss das bedeuten: arbeitsniederlegung,schlichtung durch herrn bundespräsident horst köhler.anschliessend ein basssolo zur not von mir.
Suche Ersatz f
November 29th, 2009 at 01:17
[...] hier ist auch interessant: http://bassnews.de/index.php/edelbod…e-bei-warwick/ Schaut euch auch den Link auf den Zeitungsartikel an __________________ Das gr
Obiwotz
Dezember 3rd, 2009 at 12:20
Hallo Leute,
ich oute mich hier mal selbstbewusst als Gewerkschafter. Die hier beschriebenen Arbeitsbedingungen sind unsäglich, verstoßen teilweise sogar gegen Gesetze.
Aber: Arbeitgeber machen das - solange man sie lässt. Von alleine bessert sich da gar nichts.
Arbeitsniederlegung - wie stuntman schreibt - ist laut Gesetz nur mit Gewerkschaft möglich. In der Regel lässt sich da aber auch ohne Streik was verbessern, wenn man glaubhaft damit drohen kann und kompetent verhandelt.
Wer nähere Infos hat: Ich bin sowohl journalistisch daran interessiert - und kann auch Kontakte aufbauen.
Horst K
Dezember 5th, 2009 at 14:17
[...] dieser "firma" warte ich auch schon lang. naja vielleicht pr
Frettchen
Dezember 7th, 2009 at 15:56
Hallo Leute,
eine Menge guter Beiträge. Lasst mich nur eines anmerken: hier wird viel Meinung vertreten. Nur auf welcher Faktenbasis? Was wir haben ist eine Art Blankoschreiben an Bewerber, ein Zeitungsartikel und die Aussagen zweier Leute, die sich mal telefonisch bei WW nach einer Stelle vorgefühlt haben.
Ich bin weder Warwick-Spieler oder Fan, noch muss ich das Unternehmen aus irgendwelchen Gründen in Schutz nehmen, aber eine sorgfältige Faktenrecherche sieht anders aus. Interessant wäre doch mal eine offizielle Stellungnahme von WW zu den Behauptungen, oder zumindest eine valide Information eines heutigen Mitarbeiters.
Stuntman
Dezember 7th, 2009 at 18:24
tach frettchen,
ich habe eine stellungnahme von herrn wilfers per email bei meiner anfrage bekommen.ich habe diese in diesem forum schon geschildert.siehe älteren beitrag oben von mir.
gruss stuntman
ps. ich teile deine ansicht.
Marc Dusny
Dezember 9th, 2009 at 13:38
Ich muss hier auch Warwick in Schutz nehmen.
Ich habe mich vor kurz beim Warwick beworben und ich gebe zu, das Gehalt war nicht so hoch wie ich mir vorgestellt habe. Deshalb habe ich mich entschieden, die Bewerbung nicht weiterzumachen. Aber HPW war offen und ehrlich mit mir und erzählt mir von der Arbeitszeiten bzw. Erwartungen des Unternehmens. Sie waren anspruchsvoll ja, aber anders als wie bei Fender oder Gibson waren sie, meiner Meinung nach, nicht. Frage doch mal, wie viel ein Mitarbeiter beim Gibson in Memphis, TN. verdient - Du wirst richtig geschockt!
Außerdem heutzutage sind die Leute froh, einen Job zu haben.
Ich habe auch eine Werksbesichtigung gemacht. Das ist ein Fabrik und wie alle andere Fabrike, muss es versuchen, Geld zu sparen. Aber die Qualität der Arbeit für so einen Mass-producer war immer noch in Ordnung. Und was wenn die Rezeption mit irgendwelchen Edelholz ausgestattet ist? Für Kunden, die die Chance haben, eine Werksbesichtigung zu machen ist der erste Eindruck wichtig - und wenn man Qualität als erstes sieht, ist man überzeugt, dass die Qualität auch bei der Produktion der Bässe hoch ist. Simple sales techniques!
Ich habe einen Warwick, der mittlerweile 15 Jahre alt ist. Werde ich einen Neuen kaufen? Wahrscheinlich nicht, aber nicht weil ich nicht von den heutigen Produkten überzeugt bin, sondern nur weil ich als Profi-Bassist andere Anspruche habe, die ich nur durch einem persönlichen Gespräch mit dem Herstellern erfüllen kann - was man nicht mit Warwick machen kann, da Warwick meistens über Händler ihre Produkte verkaufen und damit bis zu 30% teuer sind, als Bässe, die ich direkt von Hersteller kaufe.
Fakt ist: Warwick ist eine deutsche Firma, die weltweit bekannt ist und für 85 Leute aus Vogtland den Arbeitgeber ist. Wir sollten Stolz darauf und nicht wie die bekannte englsiche Presse, immer versuchen, solche Firma zu beleidigen.
Und als für Endorser, ich werde Firmen wie Johnson oder Stagg endorsen, wenn sie mir genugend Geld bezahlt! Get real! Die Musikbusiness, und alle die etwas mit der Branche zu tun hat, geht nur ums Geld.
Warwick muss überleben und die Produktion muss hier in Deutschland behalten werden. Ich kann mir vorstellen, dass die 85 Mitarbeiter lieber einen Job mit einer Zukunft haben möchten, auch wenn das Gehalt nicht so hoch ist, als Hartz IV zu bekommen.
Übrigens während meinem Besuch habe ich 8 BMW Dienstwagen bei Warwick gesehen, die vor die Tür geparkt wurden. So schlimm kann es nicht sein, oder?
Joe
Dezember 14th, 2009 at 15:33
dreimal darfst du raten, wer die BMW Dienstautos fährt? Laut wikipedia macht Warwick einen Jahresumsatz von 27 Mill. € und einen Gewinn von 700.000 €. Das kommt mir recht wenig vor. Die Lohnverhältnisse erinnern an jene von McDonalds. Die verdienen Milliarden, zahlen ihren Mitarbeitern aber auch nur den Mindestlohn oder noch weniger. Ist das Ausbeutung? Jein, denn jeder arbeitet ja freiwillig dort. Hr. Wilfer wird schon sehen was er davon hat. Das Unternehmen muss natürlich wettbewerbsfähig bleiben, aber der Imageschaden wird ihm auch viel Geld kosten. Immerhin kann er bei Bässen “Made in Germany” mehr verlangen als bei China/Taiwan/Indonesia-Ware und da sollte er nicht bei den Mitarbeiter-Gehältern sparen. Das ist der falsche Ansatz!
Jupp
Dezember 26th, 2009 at 13:24
Meinung hin Meinung her. Wenn die Zeitung keine fundierten Informationen gehabt hätte, dann wäre die “Reportage” mit einer Gegendarstellung auf Betreiben des Firmeninhabers abserviert worden. Ist sie bis heute aber nicht - aus gutem Grund. Aufmerksamkeit schadet dem Geschäft siehe Lidl und Edeka vor ein paar Monaten). Dazu kommt, daß der Stern seine Recherchen über mehrere Jahre durchgeführt hat - inkl. der oben gefroderten Ex-Mitarbeiterbefragung, der Befragung von Kunden, Lieferanten etc. etc.
Der Ursprungsteil der Diskussion bringt es auf den Punkt: Die besagte Firma hat Arbeitsbedingungen wie in frühesten vormarxistischen Zeiten - Wolfskapitalismus. Und die “Argumentation”, man müsse das so tun, da man sonst in China produzieren “müßte”, die zieht nur solange, bis man sich mal mit dem Thema Produktionsverlegung beschäftigt hat. Gute 27 Mio Umsatz bei 80 Mitarbeitern würde eine reale Bezahlung um 2000-2500,- je Mitarbeiter ermöglichen, und da sind alle Sekretärinnen, Vertriebler etc. mit reingerechnet. Für solche Zwecke gibt es Schätztabellen, die jedem halbwegs beschlagenen VWLer zugänglich sind und für diese Branche eine sehr hohe Wertschöpfung (>30%) ausweisen - mehr als für das von mir verwendete Schätzbeispiel aus der Maschinenbaubranche.
Also sollte man vor der Preisdiskussion mal genau hinschauen, wo welches Geld in welchem Umfang bleibt
Die genannten 700.000,- sind tatsächlicher Gewinn, also der zu versteuernde Entnahmebetrag (kann man sich auch aus den teilweise offengelegten Bilanzen holen). Da sind schon alle Reinvestitionen, Gehälter (ja, auch die sind Gewinnanteil), Rücklagen etc. rausgerechnet.
Sorry, aber so einen echten Überschuß schafft manche 250-Mann-Bude nicht! Das ist wirklich sehr gut am Personal gespart und würde bei gerechterer Verteilung für jeden Mann fast 10.000,- mehr im Jahr in der (Brutto)Lohntüte bedeuten.
Und rechnet Euch mal spaßeshalber die Netto-Jahresarbeitszeit eines Mitarbeiters bei WW aus: 209h (22 AT/m) + 7,5 (die zwei SA) = 216,5h/m * 12 = 2568h - 20 * 9,5 = 2378h (netto, also abzüglich der gesetzlichen Pausen!!!!)
Sorry, aber solche Werte nehmen wir noch nicht mal in China und Taiwan an! Da liegt die Obergrenze bei 1950 (industrietypisch) bis 2100h (Heimarbeit) pro Jahr!!! (ich komme aus der Fabrikplanung und arbeite da mit sehr aktuellen Zahlen).
Es ist kein Wunder, daß WW nicht über eine Verlegung nach China nachdenkt, D ist in diesem Fall gute 20% billiger
Es sind also ohne Berücksichtigung der erhöhten (Sevice- und Vertriebs)Kosten nach der möglichen Verlegung schon gute 10-15% Steigerung drin, und es bliebe immer noch was in der Kasse… Wir haben in den vergangenen Jahren zig geplante Verlegungen für Industriebetriebe geprüft, die “ganz offensichtlich günstiger” waren - keine einzige war es unterm Strich (und seit der Wirtschaftskrise schon gar nicht mehr:).
…nur mal so zum Nachdenken…
Gruß
Roman
PS: Es gibt übrigens ein deutsches Arbeitszeitgesetz und berufsgenossenschaftliche Auflagen für Maschinenbediener (z.B. Maximalzeiten für die Bedienzeit). Wenn sich die Mitarbeiter da mal etwas schlau machen würden, dann würde ihnen auffallen, daß es so einige Handhaben gibt. Man muß sie nur nutzen…es läuft nämlich nur über die Anzeige der Verletzung der gesetzlichen Vorgaben…
Und der Rest der Diskussion ist (leider) mehr Polemik als Substanz.
Kauft einfach keine WW-Artikel, dann unterstützt Ihr diese Zustände auch nicht! Alles andere ist Bullshit - mit Verlaub gesagt.
bert
Januar 4th, 2010 at 18:34
wenn man ehrlich ist muss man sich der meinung von joe ,14.12.09, anschliessen, keiner wird gezwungen dort zu arbeiten, für die, die dort schaffen scheint der lohn ok zu sein. ich hatte mir letztens einen rockbass bestellt, made in china. leider war die qualität die mit abstand schlechteste die ich in händen hatte- teil wurde wieder zurückgeschickt.da sollte der betrieb seine 700tsd € gewinn(die kommen mir bei diesem umsatz seeehr gering vor) lieber noch in die qualitätskontrolle stecken.und wie bei allem hat es auch der kunde selbst in der hand letztendlich dort sein geld zu lassen wo es fair und korrekt zugeht, egal bei welchem produkt.
Tom
Januar 7th, 2010 at 19:20
Löhne in diesem Niveau sind asozial und in diesem Fall, aufgrund der derzeitigen Arbeitsmarktsituation, kann man auch von Ausbeutung sprechen. Wie sich jeder vorstellen kann, wird es wohl kaum Leute geben, die sagen “och, der Lohn ist mir piepe ich verdiene gerne wenig Geld wenn ich nur bei W arbeiten kann.”
Wennn ein Unternehmen, dass zig € in Werbung und in eine 1a Fassade steckt und den Angestellten keine angemessenen Gehälter zahlt, ist das zwar legal aber höchst unmoralisch!
Deshalb von mir kein Support!
[User-Thread] - Warwick B
Januar 17th, 2010 at 19:52
[...] machen will, ich will euch nur informieren, darum bildet euch einfach eure eigene Meinung: http://bassnews.de/index.php/edelbod…e-bei-warwick/ [...]
greinsen
Januar 19th, 2010 at 06:45
…wieder wird eine sau durchs dorf getrieben…
ich möchte doch an das hoffentlich vorhandene hirn eines jeden bassisten apellieren:
wer gerne für seinen handgemachten edelbass deutscher produktion einen haufen geld mehr ausgeben möchte, der kauft halt eine andere marke.
um das antlitz “meiner marke” zu wahren rufe ich sogleich zum boykott aller fernostinstrumente auf, schaut da mal in eine fabrik oder auf die arbeitsbedingungen der sklaven,ähm der mitarbeiter…
es ist (leider) manchen mukkern nicht vergönnt, betriebswirtschaftliche dinge zu überblicken.
MM
Januar 23rd, 2010 at 23:28
Das Problem is diese Allesmussbillich sein Mentalität. Würden die Leute billige Sachen meiden, würden die hochwertigeren billiger.
Also ab ner gewissen Preislage erst den Instrumentenbauer umme Ecke fragen.
LazyBass
Februar 7th, 2010 at 10:18
Hallo,
ich bin einer der neuen hier und möchte dazu folgendes sagen:
Ich hatte schon vor ein paar Wochen einen ähnlichen Bericht im “St***” gelesen.
Als ich jetzt auf der Suche nach Bassequipment war, habe ich ganz bewußt WW herausgefiltert, da mir eine solche “Firmenpolitik” stinkt. Sicherlich weiß ich nicht, was bei den anderen Herstellern so an Bockmist betrieben wird, aber was ich nicht weiß…
Mit schlechter Wirtschaftslage wird argumentiert, aber wenn man erstmal einen schlechten Ruf hat, wirds MIT SICHERHEIT NICHT BESSER !!! Ich jedenfalls reagiere sehr sensibel auf Ausbeutung von Arbeitnehmern, insbesonder Fachkräften.
Jaja, so sind wir Mucker, sensibel !
Und bevor ich was vom bösen W kaufe, muß einiges passieren ! ! !
stuntman
Februar 7th, 2010 at 14:19
was für ein bockmist,jetzt kaufste evtl. bei einer ausländischen firma die für eine schüssel reis arbeiten oder wie…aber wenn du das nicht weisst ist dir das egal, gute logik..
warwick produziert im in - und ausland, dass ist eine mischkalkulation um den markt standzuhalten und nicht zum nachteil der beschäftigten in konkurs zu gehen.
darüber hinaus zieht “made in germany” immernoch weltweit, dank unserer facharbeiter die angemessen entlohnt werden müssen.
Maholme
März 30th, 2010 at 11:00
Es ist schade, dass man heutezutage so ein Schreiben rausschickt.
Ich kann nur sagen, dass meine Erfahrung mit Warwick bisher postiv war. aber nachdem ich Ihre Nachricht gestern gelesen habe, haben 5 Leute mich angerufen, um zu fragen, ob ich sie gesehen hatte. D.h. the message is out there!
Nun ist es so weit, dass Herr Wilfer sich zu den ganzen Kritiken äußern muss. Am Ende des Tages ist Warwick ein erfolgreiche Deutsches Unternehmen, dass meiner Meinung nach, gute Instrumente herstellt. Es muss sicherstellen, dass sein Image nicht durch einen solchen Forum beschädigt ist. Heute geht es um ‘Customer Satisfaction’ und egal ob man Endkunde oder Händler ist, hat man das Recht als Kunde behandelt zu werden!
Maholme
März 30th, 2010 at 13:19
Ich sehe es genauso. Und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass Herr Wilfer diese Politik unterstützt. Als ich das letztes Mal mit ihm ‘gesprochen’ (per E-mail) habe, hat er mich super behandelt. Vielmehr als ich ihm vor 6 Monaten angeschrieben habe, um ihm zu sagen, dass ich in der nähe des Warwick Werkes war, hat er mich eine Werksbesichtigung angeboten. Während meinem Besuch dürfte ich die ganze Produktion anschauen und am Ende hat eine Mitarbeiter sogar meinen eigenen Warwick Streamer überprüft.
Vielleicht hat T.H. nur einen schlechten Tag gehabt, aber das ist immerhin keinen Grund jemand so behandeln, wie er Sie bzw. Ihren Sohn behandelt hat.
Wenn man so etwas mit einem anderen Hersteller vergleichen würde, stellt man sich die Frage - ist big immer besser? Ich habe im Januar einen Marleaux gekauft, den ich leider nicht richtig einstellen konnte. Nach einem kurzen Telefonat mit dem Besitzer, Gerald Marleaux, haben wir einen Termin auf der Musikmesser ausgemacht. Herr Marleaux hat mich wie alle andere seine Kunden behandelt, egal ob ich einen ‘kleinen’ Bassist aus BW bin oder einen großen ‘Star’ wie Uriah Duffy - und zwar absolut klasse!
Darüber hinaus haben Sie recht, dass egal wie viel eine Kunde ausgibt, der Kunde ist König. Meine Frau und ich fahren Mercedes und ich erwarte von meinem Mercedes-Händler, dass er meine Frau mit ihrer A-Klasse genauso gut behandelt wie ich mit meinem C-Klasse. Und da er das macht, sind wir Mercedes Kunden geblieben!
Es ist mir klar, dass Herr Wilfer sich nicht um alle Kunden persönlich kümmern kann, aber analog der Firma “1&1″ vielleicht braucht Warwick einen Customer Service Frontman (Sie haben bestimmt die Fernsehewerbung gesehen), der sich für das Thema ‘Kundenzufriedenheit’ kümmert. Manchmal (und ich kann das sagen, da ich ehrmaligen Verkaufer bin) sind Verkäufer viel zu viel auf das kurz fristiges Ergebnis fokusiert, um die Wichtigkeit einer langfristigen Beziehung mit einem Kunden abschätzen zu können.
call-me-electro
März 30th, 2010 at 13:44
“Manchmal (und ich kann das sagen, da ich ehrmaligen Verkaufer bin) sind Verkäufer viel zu viel auf das kurz fristiges Ergebnis fokusiert, um die Wichtigkeit einer langfristigen Beziehung mit einem Kunden abschätzen zu können.”
Das haben sie den falschen Beruf, denn Freundlichkeit und Service gehört nunmal dazu, auch wenn man in BWL gern mal lernt nur auf die Zahl zu blicken. Im menschlichen Miteinander gehts nunmal nur immer nur um Zahlen, oder besuchen Sie Ihre Oma auch nicht mehr weil sie zu wenig gibt?!
Ohne die Kunden sind Leute wie Wilfer nichts. Und ohne die Mitarbeiter sind sie auch nichts. Da nützt alle Selbstherrlichkeit und alles betriebswirtschaftliche Denken nichts wenn man weder Kunden noch Produkte hat.
Und das ist die Krux. Leute wie er haben immer Kunden, sie können machen was sie wollen. Mehr und mehr wird Umsatz zur moralischen Instanz. Solange man Umsatz macht kann das eigene Handeln nicht verkehrt sein. Wie bei den Discountern, bei Milchpreisen/-bauern usw. wird alle Verantwortung auf den Kunden abgewälzt. Kommt dann ein Skandal ans Licht heisst es der Kunde müsse halt dies und das. Was müssen Lidl, Albrechts, Wilfer und Co? Haben die sich durch Steuer- und Lohnzahlung in ihrer gesellschaftlichen Verantwortung schon erschöpft???
Ordentliche Löhne, ordentlicher Umgang mit Händlern, Mitarbeitern und Kunden, gute Produkte, faire Preise. Das gebieten die guten Sitten und ein verbliebener restlichen gesunder Menschenverstand.
Und jetzt der Kracherspruch an alle Geschäftstreibenden: Kleinvieh macht auch Mist!
call-me-electro
März 30th, 2010 at 13:47
“Das haben sie den falschen Beruf” = “Dann…”
“Im menschlichen Miteinander gehts nunmal nur immer nur um Zahlen” = “…nunmal nicht immer nur…”
Stefan
März 30th, 2010 at 15:18
Da hier ja schon viel geschrieben steht werde ich als Ansässiger, der übrigens einen langjährigen Mitarbeiter kennt, kurz auf das Thema eingehen.Löhne stimmt, Urlaub stimmt, Überstunden stimmt, grösster Edelholzboden der Welt stimmt, noch was vergessen…stimmt.Mein Freund arbeitet seit 10 Jahren da, muss bei seinen Eltern leben und kann sich nicht mal ein Auto leisten…toll, Einzelfall nein !!! Made in Germany, stimmt halb (die Kartons aus China werden ständig angeliefert und der berühmte Slogan aufgetragen).Wer wirklich ein Instrument sucht, das dann auch noch 100% Handarbeit ist, trotzdem nicht teurer und auch noch mit individuellen Aufbau, Design und Teilen sollte mal googeln…Bsp. Markneukirchen Instrumentenbauer.
Ich weiss wovon ich rede, ich lass den Drecksladen immer links liegen und fahre zum Handwerksmeister im Instrumentenbau um die Ecke…da weiss ich wem ich das Geld gebe und bin auch hinterher gerne gesehen.
Letztendlich muss es jeder selbst wissen, aber sollte dieser Ratschlag von vielen angenommen werden, so hilft dies auf lange Sicht auch den W…Mitarbeitern (übrigens auch viele Meister Ihres Faches), denn dann der Laden zu machen und der Markt von den guten Meistern selbst bedient werden.
Wer jetzt noch fragt warum man sich das gefallen lassen sollte…kommt mal ins Vogtland, hier ist die Industrie definitiv nicht zu Hause.Aber selbst im Arbeitsamt wird vom Thema W…abgeraten, ausnahmsweise ohne Folgen für den Arbeitssuchenden.
Gruss Stefan
call-me-electro
April 6th, 2010 at 17:43
Huch! Gabs da Stress von W.?!
Sam Steiner
April 7th, 2010 at 11:49
Richtig. Einige Leute kriegen mächtig Stress von den Anwälten von W. wegen kleinen kritischen Äusserungen.
Wer mehr dazu weiss kann mir Infos zuspielen auf wabmahnungen[at]77dede.de
call-me-electro
April 7th, 2010 at 12:31
Erbärmlich.
Yvonne Pauli – Rock & Pop Bassistin » Bassnews: Warwick mahnt unwichtige Händler bei Kritik ab. |
April 11th, 2010 at 13:13
[...] langsam ziehe ich ernsthaft in Erwägung, meine Bassanlage zu wechseln… Bereits bei dem Artikel über die krassen Arbeitsbedingungen bei Warwick bin ich fast vom Stuhl [...]
Jazzleyman
April 20th, 2010 at 11:46
Ich denke es gibt in Deutschland/ Europa, Firmen die Bässe bauen für akzeptable Preise, die nicht so Dikatorisch (wenn es stimmt!)mit dem Personal umgeht. erstens, kommt eh einmal alles zum Vorschein.Und andere Europäer können auch herforragendes Bass equikment bauen (markbass,merlin, techamp,Sandberg,Taurus, FMC…..usw.)
Diese Firmen gehen bestimmt repektvoll mit ihrem Personal um, sonst kommt man nicht weiter in der Zukunft.
Ich habe gebrauchte W-amps (15 J alt)aber neues werde ich bestimmt nie kaufen, wenn ich sowas höre. Ich hatte mal ne Ausbildung zum Fleischer in den 90 gemacht und da ging es auch so zu wie in MNK. Mit ins Grab kann der Chef eh nichts nehmen und irgenwann bekommt jeder das zurück was er andern angetan hat….(sagte meine Oma immer….Gott hab sie selig)
Jupp
April 20th, 2010 at 12:12
Thema Abmahnungen: Alles heiße Luft. Alle genannten Fakten in diesem Thread sind in frei zugängichen Medien dokumentiert und wurden bereits dort erfolglos bestritten…
Thema WW: siehe oben - es MUSS ja niemand dort kaufen. Man kann es einfach lassen, und dann ändert sich die Firmenpolitik auch in absehbarer Zeit. Wenn es für WW so viel günstiger wäre, komplett und auf eigene Kosten in China zu produzieren anstatt in D die Förderzuschüsse und Arbeitsamtsumschüler gestellt zu bekommen, wäre die Firma schon weg.
Es gibt eine Menge wirtschaftlicher Gründe, hier zu bleiben, und die liegen ncht nur am Lohn. Da sind gute 300% mehr in anderen Bereichen abzuschöpfen.
Gruß
Roman
Bsp.: Wir haben gerade eine Firma begutachtet, die die Produktion von Küchenzubehör verlagern wollte (keine kleine wohlgemerkt!). Der Lohn der Porzellanmaler in Deutschland macht im Verhältnis zum asiatischen Lohn (hier statt China aber eine Randprovinz von Malaysia) gute 1.000% aus. Das wären also 900% “Einsparung”. Rechnet man den Anteil für Anlageninvestition vor Ort (bzw. Verlagerung des Brauchbaren), zukünftiger Rohstofftransport (von Ungarn und Bulgarien nach Malaysia), Ausbildungs- und Einschwingkurve usw. hinzu und die Frachtkostenerhöhung, Zölle und Riskofinazierungszuschläge dagegen, kommt eine Kostenersparnis von -20% raus.
Dazu kommt, daß der relevante Lohnanteil am Gesamtprojekt unter 5% lag. Das heißt, wenn 50% mehr Lohn gezahlt würde, käme nur eine maximale Umlage von 2,5% rüber. Das sind bei einem durchschnittlichen Service für 12 Personen aus diesem Haus knappe 6,25 mehr.
Ergo, das Produzieren in D ist in Summe 20% billiger als in Fernost
Ich glaube kaum, daß eine Preisdifferenz von 6,25 jemand merken würde und deshalb was anderes kaufen ginge - und es wäre die Hälfte auf den Lohn drauf (inkl. aller Sozialabgaben)!!!
Fazit: Nicht alles, was ein Unternehmer sich (werbewirksam) hinargumentiert und schönrechnet ist es dann auch
stuntman
Mai 2nd, 2010 at 09:37
nicht ganz unrichtig herr dipl.kaufmann.
das ein einbaumahagonieschrank letzlich in deutschland wo er auch verkauft werden soll günstiger in der endproduktion samt reise im container ist,ist klar.
uns fehlen doch die jobs für die ungelernten arbeitskräfte,sprich bandarbeit(schaniere,pickups,) und die findet in fernost statt.aber auch da steigt schon die lebensqualität,der mensch wird schon aufs auto getrimmt,dafür benötigt dieser mehr lohn und die spirale geht da dann auch los.somit wird es zeit allen die hier ablästern die wirtschaft mal zu erklären oder sollen sie sich doch mal in ihrer sparte selbständig machen( wird vom amt gefördert)um zu verstehen was geht.Gysi wählen reicht da nicht..;-)
Rolidor
Juni 22nd, 2010 at 17:32
Also Leutz.
Warwick hat irgendwann mal den Weg zum Edelbass und Einzelstück verlassen. Mich hat in den frühen 90ern vor allem das Design und die Verarbeitung fasziniert. Hatte einen “Thumb” - Bubinga/Wenge. Klanglich und optisch war das Instrument der Hammer. Allerdings nur begrenzt spielbar, weil EXTREM kopflastig und die Batterien haben teilweise kaum den Gig geschafft. Egal, es war ein “Thumb”! Exklusiv, edelst gefertigt, klanglich und optisch ein Einzelstück.
Warwick war eine Sensation auf dem Bassmarkt. Ich habe (und das ist keine Übertreibung) wochenlang von Käsebroten gelebt, um mir das Instrument leisten zu können. Sicher hätte ich mir auch einen Wal oder einen Schack holen können.
Lange Rede, kurzer Schw…, Warwick wandelt längst nicht mehr auf dem Pfad der Sensationen. Sie haben sich dem Mainstream genau so angepasst, wie die Hersteller anderer guten Instrumente auch. Und da ist es klar, dass die dann nicht mehr mit einer handvoll Spezialisten die steigende Nachfrage bedienen, sondern versuchen, möglichst viel gewinnbringend auf den Markt zu werfen.
Ich denke auch, dass es an uns Bassusern liegt, dem Mythos Warwick den Kopf abzuschlagen. Die Instrumente (zumindest die halbwegs finanzierbaren) sind keineswegs noch Extraklasse. Und ihre weite Verbreitung sind sie auch kaum mehr einzigartig. Die Verarbeitung ist Standard und Komponenten findet man an anderen (billigeren) Instrumenten bessere.
Meines Wissens nach gibt es nur noch wenige Hersteller, die wirklich gute Instrumente unter angemessenen Bedingungen für ihre Mitarbeiter herstellen. Sobald sich die Firma auf dem Massenmarkt etabliert, sieht sie gesteigerte Absatzchancen. Es folgt Expansion und der Weg in die Konkurrenz mit den vormals Etablierten. Wie das dennoch funktionieren kann zeigt die Fa. Joss. Bassplayern dürfte die unbekannt sein, Billardspielern dagegen nicht.
Grüzli,
Rolidor
Krümel
Juni 30th, 2010 at 23:24
meine Meinung? …:
Keiner zahlt freiwllig mehr als er muss, Ww is auch nur menschlich-_-.Warwick ruht sich schon zu lang auf seinen Loorbeeren aus und ist Faul geworden. Die Produktion und der Absatz laufen, die Arbeitsbedingungen kümmern keinen, da nur noch auf Gewinnmaximierung geachtet wird….
Nebenbei hat Roli ja ganz recht und das einzige was Warwick wirklich oben hält ist (sein langer schw….^^nein, )ein Informationsdefizit.. ich hab den Thread hier um 0:10 entdeckt und das auch nur durch Zufall. Kaum einer hat ne Ahnung was bei Warwick abgeht also kommt es auch zu keiner Konsum umstellung in großen Stile. (Aber ich kauf mir jetzt Markenboykotierend von Orange die Neue Vollröhre und damit hat sichs!)
mfg
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